18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Oomph! - GlaubeLiebeTod
 

Interpret: Oomph!
Albumtitel: GlaubeLiebeTod
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Elektro-Rock
Tracklist:
01. Gott ist ein Popstar
02. Das letzte Streichholz
03. Träumst du
04. Die Schlinge
05. Du willst es doch auch
06. Eine Frau spricht im Schlaf
07. Mein Schatz
08. Dreh dich nicht um
09. Land in Sicht
10. Tanz in den Tod
11. Ich will deine Seele
12. Zuviel Liebe kann dich töten
13. Wenn du mich lässt
14. Menschsein

Homepage:
www.oomph.de


Man kann zu einer Band wie OOMPH! stehen wie man will, die drei Niedersachsen polarisieren, egal was sie tun. Mit dem Selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 92 und dem darauf folgenden „Sperm“ wurden die Mannen Flux, Dero und Crap in die Elektro / EBM Ecke gedrängt. Dann kamen RAMMSTEIN, und OOMPH! mussten sich trotz Hammelalben wie „Wunschkind“ oder „Unrein“ dem Vorwurf der bloßen Nachahmerei erwehren, obwohl die Jungs schon viel früher harte Elektrobeats mit messerscharfen Gitarrenriffs mischten und somit einen genialen Genremix kreierten. Sei’s drum, 2004 kam dann endlich der große, völlig verdiente und längst überfällige Erfolg in Form der Single „Augen auf“ und dem dazugehörigen Album „Wahrheit oder Pflicht“, der dann allerdings den faden „Jetzt sind OOMPH! eine Bravo-Band“-Beigeschmack hatte, den die Band dann aber mit einem fulminanten Auftritt in Wacken anno 2005 locker abschüttelte. Konnte da eigentlich noch was kommen???

 

UND WIE!!!! Vor mir liegt das beste Werk von   OOMPH!GlaubeLiebeTod“, auf dem so was von dermaßen abgerockt wird, dass einem schwindelig wird. Jeder der insgesamt 14 Songs (inklusive dem völlig genialen Bonustrack „Menschsein“) ist ein Hit. Überraschend ist vor allem der stark punkige Einschlag a’la Green Day bei vielen der Songs. Und natürlich darf auch dass momentan in aller Munde befindliche „Gott ist ein Popstar“ nicht fehlen, welches von Ignoranten, Möchtegern-Christen und Medienvertretern völlig unberechtigt zensiert und boykotiert wird. Dabei wird hier eindeutig gegen solche Scheiß-Shows a’la „Deutschland sucht den Super-Arsch“ gewettert, doch über dieses Thema könnte man sich stundenlang unterhalten…zurück zur Musik.

 

Meine Lieblingssongs auf diesem Meisterwerk sind „Das letzte Streichholz“, welcher mit einem tollen Text und einem mitreißenden Refrain ausgestattet ist, die oben bereits erwähnte „kontroverse“ Single und der Bonustrack, „Ich will deine Seele“ und das Tolkien-beeinflußte „Mein Schatz“ sind ebenso absolute Burner, bei denen die Stimme von Dero richtig schön diabolisch rüberkommt, ebenso wie die Gitarrenarbeit von Flux und Crap mächtig Holz schlägt. Doch das absolute Highlight ist für mich „Träumst Du“, welcher mit seiner Melancholie, Härte und Ausdrucksform einfach alle Stärken von OOMPH! vereint.

 

„GlaubeLiebeTod“ ist ein Meisterwerk teutonischen Musikgenies geworden und wird seinen Weg in die Ruhmeshalle der Geschichte finden. Einfach eine klasse CD mit 14 mitreißenden Songs, die man erleben, mitsingen, mitleiden und immer wieder hören kann, ob im Auto, über Kopfhörer, wo auch immer. 10 Gabeln für dieses geniale Teil…

Bewertung:


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