Hier ist also der neue Eisregen-Ableger. Transilvanian Beat Club erinnert mich vom Namen her eher an ein Projekt von Rob Zombie. Die 3 Mann und die Frau haben sich mächtig ins Zeug gelegt um einen wahren Reigen an Ohrwürmern in Sache Partykompatibilität hervorzubringen. Die knapp ein Jahr alten Transilvanian Beat Club reihen sich somit in das Sortiment der sehr kreativen Eisregencrew ein: Hieraus sind schon Bands wie Ewigheim, Eisblut und co entstanden.
Jetzt aber mal zur CD: Die bei Massacre Records unter Vertrag stehenden TBC (übrigens eine sehr lustige Abkürzung) haben einige Musiker wie Martin Schirenc (Hollenthon, Pungent Stench) und DF (von Eisregen) sich auf das Album verirrt. Also hochkarätig ist das ja schon mal. Das lässt ja auf eine interessante Scheibe hoffen. Also, Platte rein, Presseinfo in die Hand und lesen. Eine sehr schöne Presseinfo, ja, selbst solche staubtrockenen Texte können einen Haufen Spass machen. Die bekommt auf jeden Fall schon mal 10 Punkte. Warum können nicht mehr solche Infos geschrieben werden? Und Play gedrückt: ’Im Anflug’ kommt stimmig mit einer Mitternacht schlagenden Uhr daher und setzt gleich in ein schönes Riff über. Der sehr rockige Sound der Scheibe trifft den Nerv. Schön eingängig, nichts spektakuläres, aber eingängig(ich musste das nochmal betonen). Das größte Manko, welches gleich auffällt, ist, dass die Stimme zu leise ist. Schade. Der Humor, der in der Presseinfo für große Erheiterung des Schreiberlings sorgte, konnte leider nicht auf das Album übertragen werden. Insgesamt kommt da nichts wirklich berühmtes rüber bei Transilvanian Beat Club. Ein lichter Moment wäre dann noch Transylvanian Hunger als Cover Darkthrone gewesen, allerdings. Als Cover ist es nicht schlecht, aber eigentlich auch nicht wirklich gut. Irgendwo zwischen Motörhead, die Anleihen sind stimmlich wie instrumental nicht zu überhören, und ein ganz ein bisschen altem Black Metal macht die Platte dennoch den Eindruck als wenn sie live richtig gut wäre. Ein klassisches Biertrinkeralbum.
Ich fass noch mal kurz zusammen: Rocken tut das album, die Stimme eindeutig zu leise, Humor leider nicht ganz getroffen, die Presseinfo ist der Hammer, Anspieltips sind die Vodkapolka und Sex, Schnaps und Rock’n’Roll ,insgesamt