07. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Illdisposed - Burn me wicked
 

Interpret: Illdisposed
Albumtitel: Burn me wicked
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. Shine crazy
02. Case of the late pig
03. Back to the street
04. Our heroin recess
05. Throw your bolts
06. Burn me wicked
07. Fear the gates
08. Slave
09. Nothing to fear... do it
10. The widow black
11. Illdispunk'd

Homepage:
www.illdisposed.com


Wer sich mit dem letzten Illdisposed Album „1-800 Vindication“ wohl eines der besten Death-Metal Scheiben überhaupt (ja, ich gehe soweit) ins Haus geholt hat, wird seine Erwartungshaltung bezüglich des hier vorliegenden Nachschlages „Burn me wicked“ sicherlich weit oben angesiedelt haben?! Nun, um es gleich vorweg zu nehmen, ein klein wenig herunterschrauben darf man diese Haltung dann doch. Sicherlich wird unterm Strich ein durchaus gutes Stück Todesblei übrig bleiben, doch die sehr hoch selbst auferlegte Messlatte können die lustigen Dänen dieses Mal leider nicht überwinden.

Keine Frage, „Burn me wicked“ hat alles, was ein guter Nackenbrecher braucht: satte Riffgewitter, derbe Growls, fette Klampfen, eine gute Priese feine Melodie und so weiter. Und dennoch hat man unweigerlich besagtes Vorgängeralbum im Hinterkopf. Was hier fehlt sind diese krassen Parts ins Ungewisse. Diese bedrohlich, schleppende  Urgewalt, die einem überkam, als man dachte, der Song klingt jetzt langsam aus oder auch die gut überlegten Samples vermisst man geradezu. Gleiches gilt für die einst geschickt eingespielten Keyboard Parts, die nun weiter in den Hintergrund rückten.

Zugegeben, ab hier wird’s schwierig, einem dieses Album überhaupt noch schmackhaft zu machen, doch ich will es gerne versuchen:

Der Opener „Shine crazy“ kann auf ganzer Linie überzeugen und ballert sich mit wechselhaftem Kreisch/Grunz-Gesang geradewegs in der Birne fest. Ein echtes Highlight der CD, soviel steht fest! Als gleichwertig lässt sich der Anschlusstrack bezeichnen, auch wenn hier um einiges mehr gekreischt wird. Ungemütlich wird es erst wieder bei „Our heroin recess“, bei dem mir dieser Power metallische Singsang im Refrain doch ziemlich auf die Nudel geht (bei „Nothing to fear… do it“ hingegen passt’s). Das war im Prinzip aber auch schon alles, was so RICHTIG nerven könnte. Der Rest ist jedoch lupenreiner Death Metal, wie ihn Illdisposed auch schon mal übler verbraten hat. Das bereits schon vielfach beredete „Illdispunk’d“ ist tatsächlich ein Hit und wird, live gespielt (was garantiert der Fall sein wird!!!), sicher abgefeiert

Werden. Dieses Werk braucht auf jeden Fall den einen oder anderen Durchlauf (höre das gute Stück bereits zum 5. Mal in Folge), bis es so richtig zündet. Doch selbst dann wird man feststellen, dass der Vorgänger einfach besser war. Punkt.

Fazit: „Burn me wicked“ kam zu spät und „1-800 Vindication“ eindeutig zu früh! Dennoch hat man es hier keinesfalls mit einem schlechten Album zu tun, denn auch hier rappelt es nur so im Karton. Und aus diesem kommen gut gemeinte 7 Pommesgabeln zum Vorschein…

Bewertung:


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