18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Septic Flesh - Sumerian deamons
 

Interpret: Septic Flesh
Albumtitel: Sumerian deamons
Erscheinungsjahr: 2003
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. Behold... the land of the promise
02. Unbeliever
03. Virtues of the beast
04. Faust
05. When all is none
06. Red code cult
07. Dark river
08. Magic loves infinity
09. Sumerian daemon
10. Mechanical babylon
11. Infernal sun
12. The watchers
13. Shapeshifter

Homepage:
www.blackmetal.com/~mega/SF/index2.html


Kurz und schmerzlos: Wer auf getragene Intros steht, wird den ersten Teil der Platte ?sumerian daemons? von den Griechen lieben. Ein sehr melodramatisches Intro mit Frauenchor wie anno dazumal im alten Griechenland. Sehr schön. Die langsam aufziehende Stimmung der LP lässt einen förmlich in eine schaurig-schöne nebelwabernde Stimmung kommen, man wartet quasi auf den ersten richtigen Track. Und der schlägt auch prompt wie ein Blitz ein. Unbeliever ist wohl eins der besten Lieder von Set?h und seinen Mannen. Im höheren Midtempo angesiedelt fängt diese Granate mit ?hate me, help me, convert my mind? an... ein sehr schöner Auftakt. Der stark röchelnde Gesang des Herren passt perfekt zu der Musik, treibende Riffs und ein Sprechteil hinterlegt mit sakralen Chören und nicht enden wollender Gitarrensäge treiben das Lied zum Höhepunkt. Virtues of the beast zieht im Vergleich zum ersten Song der Platte sehr schleppend daher... ein Lied zum Träumen... sein es die immer wiederkehrenden Chöre oder der traurige Klang des gesamten Liedes. Faust? Faust hat ich als Buch. Von dem Goethe. Mein erster Gedanke. Mein zweiter: Die Frau hat ne sehr schöne Stimme... Operngleich daherträllernd beginnt sie das Lied um es wieder ballern zu lassen. Allerdings wesentlich orchestraler als die ersten zwei... sehr schön, noch ein Pluspunkt. Danach wird langsam gedämpfter... Dennoch geht es zeitweise bei Red Code Cult wieder mit Blastbeats zur Sache. Die Platte besticht in dem Fall durch eine gewisse Kontinuität: schnell, ruhig, schnell, ruhig, schnell... Leider wird diese eigentlich gelungene Aufteilung immer schwächer und schwächer, wie der Rest der Rille. Empfehlenswert ist -aus meiner Sicht- nicht wirklich was davon, ist alles ganz nett und gut zu hören, aber nicht so genial wie die erste Hälfte. Fazit: Jedes Lied bildet einen kleinen Mikrokosmos, in den man eintauchen kann. Zwischen groben Gehacke und zarter Orchesterbeschallung besteht ein schönes Verhältnis, das Songbook (von Set?h mit vielen Bildern aus eigener Hand bestückt) ist ein echter Augenfänger. Sehr schönes Layout! Macht sich echt hübsch in jeden CD-Regal. Sollte öfter so sein... Leider zieht die Platte ihre anfänglichen Granaten nicht durch und wird mir mit der Zeit zu ruhig. Tut der Stimmung keinen Abbruch, so hat man wenigstens was schönes zum Kuscheln. Für Stimmung, Lay-out und einen Strauss voll schöner Melodien geb ich dem Dauerbrenner meiner CD-Sammlung 8 pommespicker.

Bewertung:


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