18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Obscenity - Where sinners bleed
 

Interpret: Obscenity
Albumtitel: Where sinners bleed
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. Obsessed with slavery
02. Die again
03. Mutate to scourge-Infecdead
04. Incomplete
05. Out of the tombs
06. Cannibalistic intent
07. Where sinners bleed
08. Return to flesh
09. Non-existence
10. The bullet that kills

Homepage:
www.obscenity.de


So Herrschaften, nun mal wieder was aus der Abteilung Hack and slay.

 

Die Oldenburger OBSCENITY, die uns nunmehr seit 1991 mit derben Hyperblast Death Attacken niederbolzen, beglücken uns dieser Tage mit ihrem nunmehr siebten Metzelwerk, welches treffend mit „Where sinners bleed“ betitelt ist. Und den Puristen sei vorweg gesagt, dass sich die Mannen um Frontgrunzer Oliver Jauch seit ihrem wirklich fabelhaften Vorgänger Scheibchen „Cold blooded murder“ von 2002 kaum verändert haben. Hier gibt es wieder feinen Cannibal Corpse / Suffocation- lastigen Death Metal, der durch das klasse Drumming von Gene Hoglan Lookalike Marc Andree Dieken und der filigranen Gitarrenarbeit der Herren Bruns und Finger lebt. Natürlich steht Basser Alexander Pahl musikalisch seinen Mitstreitern in Nichts nach und somit kommt der Hörer in den Genuss einer wirklich perfekt miteinander harmonierenden Einheit.

 

Wie bereits oben erwähnt wird auf „Where sinners bleed“ die derbe Todeskeule geschwungen, wobei allerdings die Stärken von OBSCENITY mehr bei den etwas langsameren Parts liegt, als wenn durchweg das Gaspedal bis zum Bodenblech durchgetreten wird. Sehr gut zu hören bei den Tracks „Incomplete“ und „Out of the tombs“, wo musikalisch schön die Waage gehalten wird. Spaß machen mir die Gitarrenläufe und die klasse Produktion, die der Brutalität der Norddeutschen sehr passend auf den Laib geschneidert wurde. Daumen hoch.

 

Zum lyrischen Inhalt der zehn auf dem Album befindlichen Fleischbrocken kann ich leider nicht viel sagen, werde aber diesbezüglich in einem hoffentlich bald anstehenden Interview Abhilfe schaffen. Zwei weitere Anspieltips habe ich noch zum Schluss mit „The bullet that kills“ und „Cannibalistic intent“ bevor ich mit folgendem Resümee dieses Review beschließe:

 

Where sinners bleed“ knallt mächtig, wäre aber bei weitem noch stärker, wenn man, statt sich bei bekannten Bands zu bedienen, etwas mehr über den eigenen Tellerrand hinaus schauen würde und vielleicht das Tempo mal ein bisschen, nur ein gaaaaaanz kleines bisschen, drosseln würde. Egal, OBSCENITY liefern das passende Gegenstück zur neuen Corpse-Veröffentlichung ab, die ja Einigen zu seicht ausgefalen sein soll. Klasse Album, klasse Band, 8 Gabeln. Punkt.

Bewertung:


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