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18. Juli 2026
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Review |
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Metal Church - A light in the dark |
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Wann wird man zur Legende? Reicht es aus, wenn man ein starkes Album in seiner Karriere veröffentlicht und sich Jahre später immer noch auf dessen Lorbeeren ausruhen kann? Reicht es aus, wenn man mit 60 immer noch jedes Jahr auf Tour geht und nebenbei starke Alben raushaut? Oder wird man zur Legende, wenn man in 23 Jahren Bandgeschichte gerade mal sieben reguläre Longplayer auf den Markt schmeißt, also rechnerisch alle 3,3 Jahre, sich den Arsch abtourt und immer noch ein Schattendasein fristet? Die Antwort auf die letzte Frage lautet JA, denn METAL CHURCH erfüllen sehr zu meinem Leidwesen diese letztgenannten Attribute mit Bravour. Das Selbstbetitelte Debüt von 1984 rotiert immer noch regelmäßig in meinem Player (was nur wenige CD’s schaffen) und live hauen mich die Power Metal Opas (was nicht abwertend gemeint ist…) immer noch aus den Schuhen, wie beim letztjährigen W:O:A. Daher stehe ich eigentlich jeder METAL CHURCH Veröffentlichung etwas voreingenommen gegenüber, vor allem weil ich beide nachfolgenden Sänger mit David Wayne (R.I.P.) vergleichen muss. Da liegt auch gleich der erste Schwachpunkt des neuen Werkes „A light in the dark“, denn ein Ronny Munroe ist live ein Tier, auf CD eher ein laues Lüftchen. Das war leider schon auf der „Weight of the world“ CD so und setzt sich hier leider fort. Auch produktionstechnisch ist der neueste Studiooutput sehr schwachbrüstig. Überaus schade, denn musikalisch hat das Licht im Dunkeln einige leckere Häppchen parat. Mit dem gleichnamigen Titeltrack hat man als Opener gleich die erste Wahl, wo hingegen „Beyond all reason“ gleich danach einen Totalausfall darstellt. Doch das speedige „Mirror of lies“ und der Stampfer „Disappear“ reißen das Ruder wieder rum. „The beliver“ steht ganz in der Tradition der urtypischen METAL CHURCH Power Metal Balladen, ganz großes Kino, welches dann aber mit der Überballade „Temples of the sea“ mit seinen leichten Streicher-Einlagen locker getoppt wird. „Pill fort the kill“ und „Son of the son“ sind dann wieder richtige Rocker, doch dann kommt das kalte Grausen. „More than your master“ und „Blinded by life“ sind Lückenfüller der übelsten Sorte. Sorry, das hat mit METAL CHURCH in meinen Augen nix zu tun. Doch der Tiefschlag ist die 2006’er Version des Übersongs „We watch the children pray“ vom 86’er „The dark“-Album. Sorry guys, das ist Leichenfledderei der schlimmsten Art. Ein David Wayne hat diesen Song zum absoluten Gänsehaut-Erlebnis gemacht, Herr Munroe blökt dieses Meisterwerk in Grund und Boden. Das ist Mist, Punkt. Wie bewertet man nun ein Werk einer Band, die man immer geliebt hat, die Riffs eines Kurdt Vanderhoof nachgespielt hat und sich immer darüber erregte, dass der Seattle Fünfer stets die besseren Songs schrieb, Metallica aber reich und berühmt wurde? Rein wissenschaftlich: 11 Songs, jeder einzeln bewertet, geteilt durch die Anzahl= eine schwache 6. Traurig aber war, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ich hör mir jetzt „Gods of wrath“ an und verdrücke eine Träne des Bedauerns… Bewertung: by olaf
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