18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Mercenary - The hours that remains
 

Interpret: Mercenary
Albumtitel: The hours that remains
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Melodic-Death-Metal
Tracklist:
01. Redefine me
02. Year of the plague
03. My world is ending
04. This eternal instant
05. Lost reality
06. Soul decision
07. Simplicity demand
08. Obscure indiscretion
09. My secret window
10. The hours that remain

Homepage:
www.mercenary.dk


Wer zur Hölle sind IN FLAMES??? So oder so ähnlich fiel meine erste Reaktion auf die vierte vollständige Scheibe der Dänen MERCENARY aus. Was für ein geiles Teil. Schon der Vorgänger „11 dreams“ riss mich vom Hocker (auch hier nachzulesen), doch „The hours that remains“ markiert einen Wendepunkt in der noch recht jungen Geschichte der Nordmänner.

 

Die größte Veränderung gab es am Gesang. Wo sich früher Henrik „Kral“ Andersen mit Mikkel Sandager noch den Gesang teilte (Growls), ist die cleane Stimme von Mikkel nun die einzige zu hörende, mal abgesehen von einigen Screams des Neuzugangs am Bass, Rene Pedersen. Soundtechnisch hat man wieder den sicheren Weg gewählt und mit Jacob Hansen einen absoluten Profi des Klangveredelns mit ins Boot geholt, was der Platte, wie beim Vorgänger, die nötige Härte verleiht.

 

MERCENARY bieten auf diesem Meisterwerk einen Hits ohne Ende mit geilen Melodien und einem Gesang zum niederknien. Melodic Death Metal war gestern, nun bietet man einfach nur gnadenlos mächtige Musik mit tollen Songs, die für Anhänger von den oben erwähnten Mannen um Anders Friden wie gemeißelt scheint. Der Opener „Redefine me“ ist in meinen Augen schon jetzt ein Anwärter auf eine der ersten Positionen meiner persönlichen Bestenliste und auch das nachfolgende „Year of the plague“ ist mächtig abwechslungsreich. Leider folgt dann mit „My world is ending“ der absolute Totalausfall der ansonsten überragenden Songauswahl, denn hier hat man versucht, auf Teufel komm raus einen Hit zu schreiben, was aber gründlich in die Hosen ging. Jungs, das habt Ihr echt nicht nötig.

 

Neben dem genialen Riffing des Duos Mölbjerg und Pedersen (der 2.) auf Songs wie „My secret window“ bieten MERCENARY mit „This eternal instant“, „Lost reality“ und alles überragenden „Obscure indiscretion  drei absolute Kultsongs, die noch in 20 Jahren in jeder halbwegs vernünftigen Metalkneipe zu hören sein werden. Granatengeil...

 

Wäre nicht dieser eine Totalausfall, wäre MERCENARY mit „The hours that remains“ zum zweiten Mal von mir mit der Höchstnote bedacht worden. Somit reicht es „nur“ zu einer überragenden 9 mit Sternchen. Leute, checkt die Scheibe mal an, hört vielleicht mal vorher „Cloud connected“ von IN FLAMES und vergleicht, wer hier besser ist...

Bewertung:


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