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18. Juli 2026
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Review |
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Moonspell - Memorial |
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Drei Jahre nach ihrem letzten Album The Antidote melden sich die Gothic- Metaller von Moonspell mit ihrem neusten Werk Memorial auf der Bildfläche zurück. Schon seit ihren Anfängen und ihrem legendären Debüt The Wolfsheart kochen die Portugiesen immer wieder ihr eigenes Süppchen. Und so erklärt sich auch der Umstand, dass ich die Verfolgung der musikalischen Entwicklung von Moonspell nach den Alben Irreligious und Sin/Pecado aufgegeben habe. Freunde der älteren Alben wissen, was ich meine. So bin ich doch von Memorial positiv überrascht, da sich die Band auf ihre Wurzeln und wieder etwas mehr Härte besonnen zu haben scheint. Will heißen, dass die cleanen Gesangparts schwer zurückgefahren wurden, und Fernando Ribeiro ausgiebig seine Stimmbänder strapaziert. Und trotzdem: Moonspell haben sich mit diesem Album- trotz allem musikalischen Vermögen- nicht wirklich selbst neu erfunden. Das Intro „In Memoriam“ geht in den ersten Song „Finisterra“ über, mit dem das Quartett unerwartet rau losknüppelt, der sich aber im Verlauf leider selbst in der eigenen Melodie totläuft. Scheinbar nahtlos schließt sich „Memento Mori“ an. „Sons of earth“ ist genauso wie „Mare Nostrum“ instrumentelle Überleitung zu den nachfolgenden Songs. „Blood tells!“ lebt aus seinem sehr blackmetallischem Einschlag heraus, der die sich jedoch als roter Faden im Hintergrund durch das gesamte Album zieht und die düstere Atmosphäre eindrucksvoll unterstützt. Mit dem Song „Upon the blood of men“ folgt ein echtes Highlight auf dieser Scheibe. „Luna“ mit fraulicher Gesangsunterstützung erinnert für meinen Geschmack schwer an Type O Negative und frühere Werke von Lacuna Coil. Schließlich geht der Gothic- Vierer mit „Best forgotten“ in hohem Tempo in den Endspurt über. Quintessenz des Ganzen: Erfreulich ist, dass Moonspell sich mit Memorial an ihre Vergangenheit erinnert haben, ohne dabei vier Schritte rückwärts machen zu müssen. So haben sie es geschafft, ihre Traditionen mit neuen Einflüssen zu verweben, allerdings bleibt der Eindruck des „Irgendwie- früher- schon- mal- gehört- Habens“. Nichts desto trotz schafft dieses Album mal wieder diese wunderbar düstere Atmosphäre, für die wir Moonspell schließlich doch so lieben. Bewertung: by marie
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