18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Melechesh - Emissaries
 

Interpret: Melechesh
Albumtitel: Emissaries
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Black-Metal
Tracklist:
01. Rebirth of the nemesis
02. Ladders to sumeria
03. Deluge of delusional dreams
04. Touching the spheres of sephiroth
05. Gyroscope
06. Double helixed sceptre
07. The scribes of kur
08. Leper jerusalem
09. Sand grain universe
10. Emissaries and the musterium magnum
11. Unnamed

Homepage:
www.melechesh.com


Von MELECHESH hatte ich bis zu diesem Review ehrlich gesagt noch nie was gehört. Umso erstaunter war ich, dass die ursprünglich in Jerusalem gegründete Band mit „Emissaries“ bereits ihr viertes Werk auf die Menschheit losgelassen hat. Auch unter dem seitens der schreibenden Zunft vergebenen Begriff des „Mesopotamien Black Metal“, oder wie die Band auf der Homepage ihre Musik selbst als  „Sumerian thrashing black metal“ bezeichnet, konnte ich mir überhaupt nix vorstellen. Was dann allerdings aus meinen Boxen schwappte, knallte ohne Ende…

 

Gesanglich gibt es Black Metal vom allerfeinsten, wo hingegen man musikalisch sehr oft orientalische Einflüsse heraushört, sei es der Drum Rhythmus oder die Arrangements der einzelnen Songs. Tendenziell haben aber auch bei einigen Stücken Bands wie BATHORY oder CELTIC FROST Pate gestanden, was aber der Originalität von MELECHESH überhaupt keinen Abbruch tut, sondern die Mucke eher für viele Anhänger besagter Bands interessanter macht. Textlich gibt es geschichtliches aus dem Mesopotamischen, was mir allerdings dann doch etwas verschlossen bleibt, da ich mich in dem Bereich gar nicht auskenne.

 

Was mir an „Emissaries“ besonders gefällt ist die Abwechslung. 11 Stücke, wo keins dem anderen gleicht und nie Langeweile aufkommt. Mal richtig derbes Blastbeat Gewitter („Touching the spheres of sephiroth“), treibender midtempo Black Metal („Ladders to sumeria“ der mit Abstand beste Song des gesamten Albums) oder atmosphärisch und progressiv angehauchter Thrash Metal („Unnamed“) lassen keine Wünsche offen. Gerade der Opener „Rebirth of the nemesis“ besticht durch seinen tollen Rhythmus, der den Fuss sofort im Takt mitwippen lässt. Die Gitarren sind richtig schön hell produziert und sägen mächtig. Einziges Manko ist das teilweise sehr blecherne Schlagzeug, was bei mir den Verdacht aufkommen lies, das hier ein Drumcomputer am Werk ist. Auch auf der Homepage der band konnte mein Verdacht nicht entkräftet werden, da hier keine Bandmitglieder abgebildet sind. Vielleicht hat man sich ja RUNNING WILD Drummer Angelo Sasse ausgeliehen…(kleiner Scherz) Egal, auf dem Party.san 2007 werde ich der Sache livetechnisch auf den Grund gehen…

 

MELECHESH haben mit „Emissaries“ eine Hammerscheibe abgeliefert, die auch nach mehrmaligem Hören nie an Klasse verliert. Man kann immer wieder neue Nuancen heraushören und sich richtig schön in den Liedern verlieren. Satte 9 Gabeln für eines der Highlights 2006.

Bewertung:


Disclaimer | Impressum | Datenschutz © by pommesgabel.de 2003 - 2026