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18. Juli 2026
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Review |
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Mnemic - Passenger |
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MNEMIC sind eine Band, bei der ich immer so meine liebe Müh habe. Das letzte, 2004 veröffentlichte Album „The audio injected soul“ hatte seine starken Momente, krankte aber daran, dass die Dänen irgendwie von anderen Bands zu vieles sich einverleibt hatten und noch nicht so richtig ihren eigenen Stil gefunden zu haben schienen. Das neue Album „Passenger“ ist leider ebenfalls ein solcher Pflegefall geworden, was aber nicht heißen soll, dass die Scheibe an sich schlecht ist. Nein, auch hier gibt es wieder einige mitreißende Songs, dennoch überwiegt die Ideen- und Inspirationslosigkeit. Der erste Schwachpunkt ist der neue Sänger Guillaume Bideau, der statt wie sein Vorgänger Michael Bogballe, fast ausnahmslos schreit und wütet, wo hingegen Michael auch mal die ruhigeren Töne eindrucksvoll anschlug, was Guillaume zwar auch versucht, damit aber meist scheitert. Es gibt wieder viele elektrische Spielereien, die dem modernen Sound von MNEMIC recht gut zu Gesicht steht, doch auch hier wäre die alte Weisheit „Weniger ist mehr“ angebracht gewesen. Gitarrentechnisch gibt es die volle Kante. Das Duo Eftemie und Stigart geben Kante ohne Ende und auch Schlagwerker Brylle Rasmussen tritt mächtig aufs Gaspedal, daran konnte mein überwiegend negativer Eindruck also nicht herrühren…hmmm… An Songs wie den eingängigen „Meaningless“, dem Midtempo Thrasher „Electric I’d hypocrisy“ oder dem genialen „Pigfuck“, welches auch den Höhepunkt auf „Passenger“ markiert, kann es auch nicht liegen. Die Produktion ist fett…aber nun kommt der Casus knacktus…Hört Euch mal Songs wie „In the nothingness black“ oder „Shape of the formless“ an, bei denen eine Band wie SLIPKNOT Pate gestanden hat, oder „Stuck here“ und „What’s left“, wo man mehr als eindeutig MESHUGGAH oder STRAPPING YOUNG LAD heraushört, DAS ist das Manko der Band. Statt mehr auf die eigene Identität zu bauen werden Ideen und Songstrukturen verschiedener Gattungen in einen Topf geworfen, umgerührt und fertig ist ein neuer Song. Das ist aufgrund des vorhandenen Potentials der Dänen schlicht und ergreifend schade. Die beiden längsten Songs des Albums, „In control“ und „The eye on your back“ verlieren sich nach kurzer Zeit in Langeweile und sind jeweils 3-4 Minuten zu lang geraten. „Passenger“ ist eine zwiespältige Angelegenheit, mal rockt sie ohne Ende, mal macht sich Tristesse und Agonie breit. Da es die erst dritte Platte von MNEMIC ist, gebe ich den Jungs noch eine weitere Chance und hoffe, dass sie ihr Potential in Zukunft besser nutzen werden und Songs schreiben, die man auf Konzerten auch mal identifizieren kann, momentan würde mir das aufgrund der Ähnlichkeiten untereinander sehr schwer fallen. Bewertung: by olaf
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