18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Onslaught - Killing peace
 

Interpret: Onslaught
Albumtitel: Killing peace
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Thrash-Metal
Tracklist:
01. Burn
02. Killing peace
03. Destroyers of worlds
04. Pain
05. A prayer for the dead
06. Tested to destruction
07. Twisted Jesus
08. Plainting seeds of hate
09. Shock & awe

Homepage:
www.onslaughtfromhell.com


Ich werde hier nicht schon wieder über den Sinn respektive Unsinn von Reunions meinen Senf beisteuern, dennoch hatte ich Bedenken, ob die Welt eine Wiedervereinigung von den Briten ONSLAUGHT wirklich braucht. Ich selbst war, bis auf den peinlichen Power Metal Ausrutscher „In search of sanity“ ein großer Fan der Mannen um Shouter Sy Keeler und auch immer ein wenig enttäuscht, das den Jungs der große Durchbruch immer versagt blieb. Dennoch war ich mir ziemlich sicher, dass dieses Unterfangen mächtig nach hinten losgehen würde.

 

Tja, irren ist menschlich, denn nach exakt 18 (!!!) Jahren Pause hauen uns die Inselbewohner mit „Killing peace“ ein mächtiges Stück traditionellen Briten-Thrash um die Lauschlappen, dass es eine wahre Freude ist. Für mich als „alten“ Metaller ist es eine wahre Freude zu hören, dass der Sound, mit dem ich aufgewachsen bin, immer noch aktuell und frisch klingt, obwohl hier tierisch oldschool rumgerüpelt wird. Maßgeblich daran beteiligt ist der mittlerweile in den Produzenten Pantheon aufgenommene Andy Sneap, der ONSLAUGHT soundtechnisch ins 21.Jahrhundert katapultiert. Doch was wäre der Sound ohne vernünftiges Songmaterial. Auf „Killing peace“ werden uns 9 Thrash Granaten der alten Schule in die Gehörgänge gezimmert, die aber niemals antiquiert oder altbacken klingen. Messerscharfe Riffs, tolle Soli, ein klasse Gesang und eine unbändige Power, als ob ONSLAUGHT nie weg gewesen wären. Bester Beleg für die Spritzigkeit sind „Burn“ und „Killing peace“, wo hingegen „Destroyers of worlds“ schon fast punkig mit einem wohltuenden Schuss OVERKILL daherkommt. Bei „Pain“ und „Twisted jesus“ kommt der geneigte Hörer nicht umher, bei den Riffs eine Prise BOLT THROWER herauszuhören, dennoch werden die Songs, trotz der erwähnten Parallelen nie langweilig und haben eine eigene Identität. Und getreu dem Motto „The best at last“ gibt es mit „Shock & awe“ den mit Abstand geilsten Song des Albums als krönenden Abschluss eines der gelungensten Comebacks der letzten 5 Jahre.

 

Ein wirklicher Paukenschlag, den ich niemals in der Art erwartet hätte. Ein tolles und packendes Thrash Album, welches sich hinter Größen wie EXODUS oder TESTAMENT nicht zu verstecken braucht. Für alle Junggebliebenen ist „Killing peace“ eine Pflichtanschaffung und für die Jungspunde ebenso. Ein richtig fettes und geiles Teil. Hochachtung!!!

Bewertung:


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