18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Thunderstone - Evolution 4.0
 

Interpret: Thunderstone
Albumtitel: Evolution 4.0
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Power-Metal
Tracklist:
01. Evolution 4.0
02. Forevermore
03. Roots of anger
04. 10.000 Ways
05. Holding on to my pain
06. Swirled
07. Down with me
08. Face in the mirror
09. Solid ground
10. The source
11. Great man down

Homepage:
www.thunderstone.org


Finnischer Stahl steht zurzeit besonders hoch im Kurs. Zum einen liegt es mit Sicherheit an dem Fahrwasser, welches der überragende LORDI Sieg beim Grand Prix hinterlassen hat oder dem weltweiten Erfolg von COB. Dennoch bietet das Land der tausend Seen mehr, als nur Monsterrock oder völlig überbewertete Neo-Thrasher, wie in diesem Falle die Powermetaller von THUNDERSTONE, die immer wieder starke Alben veröffentlichten wie beispielsweise dem 2005er Opus „Tools of destruction“, welches auch Europaweit mit guten Kritiken abgefeiert wurde. Nun aber wird das Nischen-Dasein ein Ende haben, denn die vierte CD „Evolution 4.0“ sollte den Nordlichtern den längst überfälligen Erfolg bescheren.

 

Die Scheibe ist superfett produziert und enthält den wohl besten Powermetal, den ich seit dem Selbstbetitelten VICIOUS RUMORS Album anno 1991 hören durfte. Doch selbst die Anleihen zu den besagten Powermetal Göttern schaden zu keinem Zeitpunkt der exzellenten Songs auf „Evolution 4.0“, die zu jeder Zeit eigenständig und zeitlos klingen. Einer überragenden Gesangsleistung von Pasi Rantanen steht eine fantastische Gitarrenarbeit von Nino Laurenne gegenüber, die der Platte den nötigen Bums gibt. Die Songs sind durchweg klasse, wobei das fantastische „10.000 ways“ hervorsticht. Leichte Keyboard-technische Anleihen bei DREAM THEATER, eine unbändige Power, tolle Soli machen das Stück zu einem der besten Powermetal Songs, die ich je gehört habe. Unfassbar geil. Daneben bestehen aber auch Songs wie „Roots of anger“, der mit einer schönen Hammond Orgel dem Song das gewisse Etwas verleiht, sowie das unheimlich heavy klingende „Holding on to my pain“, der, ganz nebenbei bemerkt, mich tierisch an „Ship of fools“ von besagten VR erinnert und daher zu einem meiner persönlichen Highlights auf „Evolution 4.0“ gehört. Hammerhart und fesselnd wird es beim kurz und knackigen „Face in the mirror“, welcher von einem entfesselnden Keyboarder Kari Tornack angetrieben wird und mit tollen Riffs zu begeistern weiß. Für die Höchstbewertung hat es aber trotzdem nicht gereicht, da die Jungs mit „The source“ einen recht mittelmäßigen und mit dem poppigen „Great man down“ einen leichten Ausfall zu verzeichnen hatten.

 

Dennoch ist „Evolution 4.0“ eine Granate geworden, mit der THUNDERSTONE endlich der wohlverdienten internationalen Durchbruch schaffen sollten, ja müssen. Und als Bonus gibt es noch den 80er Klassiker „The riddle“ von Nik Kershaw, der in der Version der Finnischen Powermetaller mehr als amtlich rockt. Ganz große Klasse, geiles Album.

Bewertung:


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