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18. Juli 2026
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Review |
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Threshold - Dead reckoning |
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Seit dem Vorgänger „Subsurface“ weiß auch ich die Qualitäten der britischen Progmetaller THRESHOLD zu schätzen, schaffen es die Mannen um Bandleader Karl Groom und Ausnahmesänger Andrew MacDermott doch immer wieder, mit ihren warmen, gefühlvollen, mitunter harten und niemals langweiligen Songs meinem Gehörgang zu schmeicheln. Umso erstaunter war ich, dass die Band mit ihrem doch recht untypischen Stil beim Branchenprimus Nuclear Blast unterschrieb, zeichneten sich die Donzdorfer doch eher in der Vergangenheit im härteren Sektor aus. Egal, mit einem solchen Support im Rücken konnte eigentlich nichts schief gehen…oder?! Mit dem eröffnenden „Slipstream“ haben die Proggies dann auch gleich einen 10 Gabeln Song am Start, der ungewohnt hart daherkommt und mit Multitalent Dan Swäno gleich noch für amtliche Growls sorgt. Ultrageil, da ein völlig neues Terrain betreten wird. „This is your life“ ist genauso wie das folgende „Elusive“ das typische Beispiel für die musikalische Genialität THRESHOLD’s. Gerade beim Zweitgenanten wird im Mittelteil dermaßen hemmungslos gezockt, dass jedem, der halbwegs was von Musik versteht, die Hände zu zittern beginnen. Dennoch ist alles, was vorher hier geschrieben wurde nichts im Vergleich zum wohl besten Song, den die Engländer je veröffentlicht haben: „Pilot in the sky of dreams“ ist in allen Facetten dermaßen genial, das es mir die Kinnlade nach unten zog. Die Progrockbombe schlechthin. Von tragend, majestätisch langsam, zum Mittempo Stampfer mutierend, vereint dieses Meisterwerk alles, was die Freunde progressiver Rockmusik in den Wahnsinn treiben dürften. Trotz fast 10 Minuten ist dieses geniale Teil nie langweilig. Macht einfach Spass zu hören. Oberkeule!!! Vieles konnte da eigentlich nicht mehr kommen, doch „Disappear“ konnte ebenso überzeugen, wird hier doch Prog Größen wie YES oder RUSH gehuldigt. Starke Gitarrenarbeit und ein wunderschönes Piano, klasse Song. „Safe to fly“ und das abschließende „One degree down“ sind ebenfalls gute Songs, dennoch nicht ganz so genial wie die vorangegangenen aber trotz alledem THRESHOLD’s würdig. Die Jungs können einfach keine schlechten Songs schreiben. „Dead reckoning“ ist eine runde Sache geworden und ein gelungener Einstand bei ihrem neuen Label. Der Höchstnote stehen die oben erwähnten, etwas schwächeren Songs entgegen, dennoch muss man dieses Album in sein Regal stellen, sei es nur wegen dem klasse Coverartwork. Daumen hoch… Bewertung: by olaf
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