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18. Juli 2026
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Review |
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Sigh - Hangman's hymn |
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Einfach tierisch, wie Japans erstes Aushängeschild in Sachen Schwarzgebranntem, Sigh, auf ihrem 7.Album in 16 Jahren den Knüppel auspacken. Auf „Hangman’s hymn“ ist alles vertreten, was den Freunden von orchestralem, dramatischen und Chorlastigen Black Metal das Pipi in die Augen treibt. Aufgrund ihres früheren Industrial-Touches von mir links liegen gelassen muss ich nun eingestehen, dass dieses Scheibchen ein kleines Meisterwerk darstellt. Gerade die ersten beiden Songs treten Dir dermaßen in den Arsch, das es kracht. Musikalisch eine extreme Mischung aus Dimmu Borgir, Cradle of Filth, gesanglich kann man auch mal die Vorliebe für King Diamond heraushören. Dennoch setzen Sigh auf Eigenständigkeit, was man an den verspielten, traditionell japanischen Klängen, die häufig in den Songs vorkommen (am besten zu hören bei „Dies irae / The master malice“), den Chören und vor allem dem meist am Ende der Songs stehenden, hysterischen Lachen von Sänger Mirai am besten sieht. Ein weiterer Kaufanreiz ist die absolut amtlich oberffette Produktion, die mir fast den Kopfhörer vom Schädel fegte. „I saw the worlds end“ ist eine kleine Mini Oper, die das ganze Spektrum von Sigh abdeckt und sollte daher unbedingt als Anspieltip genutzt werden, ebenso wie das ultraschnelle „Death with disonor“. Die Höchstnote verspielen die Japaner allerdings mit dem etwas zu sehr auf Viking getrimmten „Me-devil“, bei dem das Keyboard nach einer gewissen Dauer ziemlich nervtötend wird und „Salvation in flames“, bei dem der merkwürdige Singsang im Hintergrund äußerst belästigend ist. Dennoch muss jeder von Euch, der bei den oben genannten Bands einen Harten bekommen sollte, Sigh unbedingt mal auschecken. Ihr werdet es nicht bereuen. Bewertung: by olaf
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