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18. Juli 2026
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Review |
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Severe Torture - Sworn vengeance |
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Was die Kicker aus dem flachen Land unterhalb des Meeresspiegels seit Jahren nicht mehr schaffen, erledigen momentan die einheimischen Todesblei Kapellen mit Bravour, nämlich die Weltspitze des Todesbleis zu erobern. Seien es die Widererstarkten Gorefest, der obergeile Neuling Hail of bullets oder eben die hier besprochenen Severe torture, in Holland wird nicht mehr nur die überriechende Molkereiware erfolgreich produziert, sondern auch wieder brachialer Death Metal. Mit ihrer nunmehr vierten vollständigen Veröffentlichungen „Sworn vengeance“(die EP’s und die unsagbar schlechte Live VÖ „Bloodletting“ mal ausgeklammert) gehen die Mannen um Kesselflicker Seth van de Loo den eingeschlagenen Weg konsequent weiter und ballern, was das Zeug hält. Sehr löblich ist, dass man ausschließlich bei „Repeat offender“ noch deutlich die Corpse Parallelen heraushören kann, das weitere Liedgut aber durch Eigenständigkeit und Abwechslungsreichtum glänzen kann. Gerade der Opener „Dismal perception“ findet gekonnt ein Gleichgewicht zwischen derben Blastparts und traditionellem Death Metal, der im Mittelteil auch noch durch ein brillantes Solo vollends veredelt wird. Überhaupt muss ich hier die tolle Gitarrenarbeit von Thijs loben, der sich ein ums andere Mal virtuos in die Brachialgewalt von Severe Torture einbringen kann. Dies ist vor allem bei der offensichtlichen Hitsingle „Countless villians“ mit einem doppelstimmigen Gitarrenpart herauszuhören. Dennoch brauchen sich Puristen und Fans des Vierers keine Sorgenfalten ins Gesicht verirren, es gibt auch heuer ordentlich eins in die Fresse. „Dogmasomatic nausea“ und „Buried hatchet“ grinden ohne Ende, ohne dabei aber in Anaal Nathrakh-typisches Chaos abzudriften. Dennoch kicken mich am meisten die Songs, die die Holländer in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zum einen wäre das die oldschool Thrash (!!!) Granate „Serenity torn asunder“ und der midtempo Headbanger und tierisch brutale „Fight something“. Leider verhindert der etwas undifferenzierte Titeltrack und die drucklose, dafür glasklare Produktion eine noch höhere Bewertung. Und was das instrumentale Doom Gewurstel „Submerged in grief“ am Ende dieses Gebolzes soll, weiß wahrscheinlich nur der Höllenfürst persönlich. Schauderhaft und völlig überflüssig. Trotzdem haben Severe Torture mit „Sworn veangeance“ ein geiles Album abgeliefert, welches der Band einen weiteren Popularitätsschub verleihen und die Gemeinde verzücken wird. Das nächste Mal aber ohne Totalausfälle und einer etwas deftigeren Produktion bitte, bitte, bitte. Bewertung: by olaf
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