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18. Juli 2026
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Review |
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Mercenary - Architect of lies |
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Pünktlich im 15 Monats-Rhythmus beehren uns Dänemarks Melo-Death Export Mercenary mit ihrem nunmehr bereits 6.Album namens “Architect of lies“, welches, soviel kann ich jetzt schon verraten, im Gegensatz solch famoser Brocken wie „11 dreams“ (10 Gabeln) und „The hours that remains“ (9) eine mittelschwere Enttäuschung darstellt. Mit dem viel proklamierten Melodic-Death haben Mercenary nicht mehr viel am Hut, vielmehr springt der Sechser auf den sicheren Zug der Melo-Coreler und verprellt somit nicht nur mich, sondern mit Sicherheit auch eine Vielzahl der vorher erspielten Fangemeinde. Sicherlich können die Dänen immer noch Hammersongs aus dem Ärmel schütteln und mit knackigen Riffs und eingängigen Refrains punkten, dennoch rauschte eine Vielzahl der 10 auf dem Silberling befindlichen Stücke ziemlich emotionslos an mir vorbei und hinterließen keinen bleibenden Eindruck. Ein weiterer Nachteil ist, das Mercenary nun verstärkt auf die cleanen Vocals mit Mikkel Sandager setzt und kaum noch Death-Grunts auf dem Album vorhanden sind. Bevor ich jetzt aber nur den negativen Hammer schwinge sei auch erwähnt, dass sich mit dem balladesk beginnenden und sich zu einem harten Midtempo Thrasher entwickelnden „Embrace the nothing“ einer der besten Mercenary Songs überhaupt auf dem Album steht. Auch das etwas zu sehr auf Single getrimmte „Bloodsong“, welches ein schönes Sangesduell „Kopfstimme vs. Grunzen“ beinhaltet, kann dem hohen Standard des Sechsers halten, ebenso wie das mit einem zünftigen sangestechnischen Gebell ausgestattete „The endless fall“. Doch das war’s dann auch schon mit der Herrlichkeit. Ganz großer Schwachpunkt ist das stark HIM-lastige „Isolation (The loneliness in December)“ und die absolut emotionslosen „Execution style“ und „Public failure Number one“. Die Produktion ist wieder einmal knorke und auch musikalisch kann man Mercenary kein X für ein O vormachen, doch dieses Album ist mit Sicherheit nicht der große Wurf, der er hätte sein können… Abschließend sei festzuhalten, das Mercenary gute Musiker sind, sich diesmal allerdings beim Songwriting etwas mehr Zeit hätten lassen können. Auch würde ich mich freuen, wenn die Death Metal Elemente mal wieder etwas die Oberhand gewinnen könnten. So richtig schlechte Songs können die Jungs nicht schreiben, auf „Architect of lies“ aber auch keine allzu guten. Schade, denn Mercenary können viiiieeeel mehr, als das hier gezeigte. Schade. Bewertung: by olaf
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