18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Moonsorrow - Tulimyrsky
 

Interpret: Moonsorrow
Albumtitel: Tulimyrsky
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Viking-Metal
Tracklist:
01. Tulimyrsky
02. For whom the bells toll
03. Taistelu pohjolasta (2008 version)
04. Hvergelmir (2008 Version)
05. Back to north

Homepage:
www.moonsorrow.com


Die spinnen die Finnen!!! Die letzten 3 veröffentlichten Songs, inklusive derer zwei vom letzten, überragenden „Hävitetty“-Album, bringen es gemeinsam auf eine Spieldauer von über 90 Minuten!!! Und die Bezeichnung EP passt nun wirklich nicht auf das neueste Machwerk aus dem Hause Moonsorrow. Vielmehr ist „Tulimyrsky“ eine konsequente Fortsetzung des vorher eingeschlagenen Weges. Fünf Songs mit einer Gesamtspielzeit von über 60 Minuten ist mehr als „Value for money“, es ist ein großes Geschenk für die Anhänger sphärischer Black- und Pagan Metal Klängen.

 

Der Hauptteil dieses wirklich vorzüglichen Silberlings beinhaltet den 30 minütigen Titeltrack, der zu Beginn mit einer lyrischen Einleitung beginnt und nahtlos in ein infernales und episches Black Metal Gewitter mündet. Nun können die Sorvali Brüder mit ihren Mitstreitern wohl kaum über die gesamte Spieldauer dieses Tempo halten, also kommen immer wieder eingestreut Folk und Pagan Elemente zum Einsatz. Der zweite Teil wird bestimmt durch hymnenartigen Metal, bei dem sich Moonsorrow durch die gesamte Palette ihres bisherigen Schaffens bolzen. Gerade bei „Tulimyrsky“ kam mir desöfteren der Name Quorthon in den Sinn und ich stelle mich hier und jetzt hin und sage: Moonsorrow sind die einzigen Legitimen Nachfolger der unsterblichen Bathory. Basta!!! Nun schaffen die Nordmänner ein Novum, denn mit  Metallica’sFor whom the bells toll“ und dem überragenden Merciless Cover „Back to north“ vom  famosen, Dan Swäno produzierten „Unbound“- Album, hat man erstmals in der 6 Alben umfassenden Karriere zwei nicht-finnisch-sprachige Titel im Program, und ausgerechnet die Interpretation des Klassikers der Bay Area Metaller erweist sich als Sternstunde des Pagan Metal. Ich versichere Euch, so habt Ihr Hetfield und Co. noch nie gehört. Als zusätzliches Bonbon hat man mit „Taistelu pohjolasta“ und „Hvergelmir“ zwei Songs vom ersten „Metsä“-Demo neu eingespielt und zeigt so, das man schon früher in der Lage war, zeitlose Klassiker zu erschaffen.

 

Im Gegensatz zu den beiden Epen auf „Hävitetty“ kann „Tulimyrsky“ nicht ganz mithalten und dennoch ist die „EP“, die ja eigentlich keine ist, eine absolut lohnende Investition, allein schon wegen dem Metallica Cover, welches wirklich grandios gelungen ist. Allerdings wünsche ich mir mal wieder ein Album mit Songs, die man auch live hören kann, ohne während eines Songs in Morpheus Arme zu sinken. Es wird also mal Zeit, für einen würdigen „Verisäkeet“-Nachfolger mit mehr als 2 Songs. Dennoch, eine rundum gelungene Geschichte.

Bewertung:


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