07. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Incubator - LieBISSlieder
 

Interpret: Incubator
Albumtitel: LieBISSlieder
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. Narzist
02. Frei
03. -S-
04. Stapellauf
05. F**k mich
06. Der Weg
07. Danke
08. Instrumentalstück
09. Schön
10. Für immer

Homepage:
www.incubator-metal.com


Zugegeben, bei dem Namen Incubator habe ich gestutzt. Nach dem ich mich kurz mit den Infos über die Band versorgt hatte war ich um einiges schlauer.
Als „Neuzeit-Metaller“ muss man nicht zwangsläufig die Band auf der Platte haben, was sich mit dem Auswurf LieBISSlieder aber ändern sollte.
Incubator machen derben und rohen (Death-)Metal, der alle Aggressionen um die Bandhistorie in sich trägt. Schon der Opener „Narzist“ schließt mit der bitteren Vergangenheit ab und könnte an dieser Stelle dezent als feines Riff-Feuerwerk durchgehen. Damit kämen aber die sehr beachtlichen, komplett in deutsch gehaltenen, Songtexte unter die Räder. Überschattet sind die textlichen Ergüsse von einer Scheiß-egal!-aggro Einstellung, die dem ganzen aber erst den nötigen Kick verleiht. Dazu braucht man nur Auszugsweise „Nazist“, „Frei“ oder „Danke“ hören, das motzt und spricht auch sicher dem ein oder anderen Zuhörer aus dem Herzen. Der Gesang von Chris Mummelthy agiert in Richtung Shouts, die Death Metal Wurzeln blitzen hier und da immer wieder auf. Bestes Beispiel ist der „Stapellauf“, der mit einer lieblichen Frauenstimme als Gegenpol sehr gut gelungen ist.
Zum Ende hin flaut das Album leider etwas ab, was angesichts des sehr über-geilen Beginns aber sicher kein Grund ist diese Platte nicht zu kaufen. Die sehr fette Produktion lässt die Scheibe zudem in einem prächtigen Glanz erscheinen. Es macht Spaß, baut eigene Aggressionen ab und weckt Gelüste.
Hoffentlich können Incubator endlich mal weiter konstant Musik machen, verdient haben Sie es sich.
Wer nach einem bekannten Vergleich sucht, dem könnte man vielleicht annähernd Die Apokalyptischen Reiter nennen, dennoch sind diese beiden Bands noch sehr weit auseinander.
Bleibt unterm Strich ein sehr fettes Album, dass erst durch die vorhandene Wut eine Durchschlagskraft verliehen bekommen hat die Incubator endlich zum lange verdienten Erfolg helfen könnten. Acht Gabel hau ich drauf!

Bewertung:


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