08. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Motörhead - Motörizer
 

Interpret: Motörhead
Albumtitel: Motörizer
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Hard-Rock
Tracklist:
01. Runaround man
02. Teach you how to sing the blues
03. When the eagle screams
04. Rock out
05. One short life
06. Buried alive
07. English rose
08. Back on the chain
09. Heroes
10. Time is right
11. Ten thousand names of god

Homepage:
www.imotorhead.com


Yeah, die wohl 1657. gefühlte Veröffentlichung aus dem Hause Kilmister steht vor der Tür. Und mit Spannung stellen wir uns die Frage: Was werden die Motorköpfe wohl diesmal präsentieren? Progressive Thrash Metal, symphonischen Black Metal oder schwedischen Todesblei??? Wollen wir das überhaupt hören???

 

Fuck, Motörhead sind im 33.Jahr ihres Bestehens frisch wie eh und je und der fast 64 Jährige macht einen mehr als reinen Eindruck. Es ist schon erstaunlich und beachtlich, wie lange sich das britische Schlachtschiff schon in unseren Gewässern tummelt und mit beängstigender Regelmäßigkeit eine Perle nach der anderen aus den weißen Lederstiefeln rotzt. „Motörizer“ bildet da keine Ausnahme. Knackige 39 Minuten, 11 Songs, fertig aus. Keine Kompromisse, keine Experimente, der Dreier besinnt sich auf das, was er am besten kann: Kernige Metal und Hard Rock Hymnen, die mit der Stimme des Meisters stehen und fallen. Mir persönlich fehlen allerdings die absoluten Überraschungsmomente, die ich bei den ersten beiden Songs „Runaround man“, der monstermäßig in den Fuß geht, zur Luftgitarre animiert und aufgrund seiner genialen Refrains zu einer Livegranate mutieren wird, und dem midtempo Headbanger „Teach you how to sing the blues“ erlebt habe. Die restlichen neun Songs sind nicht Fisch, nicht Fleisch, einfach nur Motörhead und das enttäuscht dann doch etwas, denn Lem und seine Bastarde können mehr als das strunzlangweilige „Heroes“, dem dahinplätschernden „Rock out“ oder dem zumindest auf textlicher Ebene mit dem typischen Lemmy Humor versehenen „English rose“, wobei ich nach diesen Lyricks in Zukunft aufpassen werde, pünktlich zu einem Date mit dem nach Robbie Williams und dem Titanic Kapitän Smith Dritt-populärsten Kind des englischen Stoke-on-trent zu kommen.

 

Ihr braucht eine partykompatible Scheibe, die zu jeder Jahreszeit funktioniert? Einen Silberling, der gut rockt und nicht wehtut? Dann greift zu „Motörizer“. Für den Rest empfehle ich eins der unzähligen Livekonzerte, die die Jungs nach diesem Output sicherlich wieder geben werden. In Berlin waren sie, glaube ich, in den letzten 5 Jahren 10 Mal.

Bewertung:


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