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08. Juni 2026
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Review |
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Mystic Prophecy - Fireangel |
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Endlich neues Futter von der härtesten Power Metal Band unter der Sonne: Mystic Prophecy kredenzen uns mit ihrem sechsten Werk „Fireangel“ zugleich auch eines ihrer besten Werke. Dies nur mal vorneweg. Kaum eine andere Combo hat in der Vergangenheit mehr Fluktuationen im Bandgefüge vorzuweisen, wie der TeutonenFünfer und kaum eine andere Band hat diese so hervorragend weggesteckt. Selbst der Weggang des Gitarristen Martin Grimm und des Viersaiters Martin Albrecht konnte gleichwertig mit Constantine an der Klampfe und Connie Andreszka am Bass kompensiert werden. Hut ab dafür. „Fireangel“ ist im Gegensatz zu seinen vergleichbaren Brüdern und Schwestern in diesem Subgenre des Metal ein mächtig fetter Brocken geworden, der sich nicht nur durch seine kompromisslose Härte, sondern auch seine Eingängigkeit und musikalischer Virtuosität auszeichnet. Elf sauber produzierte Granaten, die locker ins Ohr gehen und verdächtig oft das Tanzbein zucken lassen befinden sich auf „Fireangel“, bei dem die Stärke im grandiosen Songwriting und den exzellenten Arrangements liegen, ebenso bei den zumeist fantastischen, mehrstimmigen Refrains, die Stadionrock Atmosphäre versprühen und so von kaum einer anderen deutschen Band je eingespielt wurden. Warum allerdings der große Durchbruch immer noch auf sich warten lässt, ist nicht erklärbar. Das kann mit an absoluter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht am Songmaterial von Mystic Prophecy liegen, denn neben den hammerharten Mitgehnummern der Marke „We kill you die“, der mit einem der besagten Hammer-Refrains zu punkten weiß, „Father save me“ oder dem balladesk beginnenden und sich in einen Vicious Rumors artigen Hammersong entwickelnden „Revolution evil“, kommt immer wieder etwas Unerwartetes. Bestes Beispiel ist der ziemlich schleppende Opener „Across the gates of hell“, bei dem Sänger R.D. seine Stimmbänder mächtig ausreizt, oder das schon fast Thrash-artige „Death under control“. Wie Ihr vielleicht rauslesen könnt, besticht das gesamte Album durch Abwechslungsreichtum und nie aufkommender Langeweile. Prima. „Fireangel“ ist im Gegensatz zum bereits superben Vorgänger „Satanic curses“ ein noch stärkeres Album geworden, an welchem selbst ein hartgesottener Thrash Fanatiker wie ich nicht einfach vorbei gehen kann. Mystic Prophecy sind eine Ausnahmeerscheinung im Power Metal Bereich und werden mit diesem Album hoffentlich endlich richtig durchstarten. Glückwunsch zu diesem wirklich rundum geglückten Silberling. Bewertung: by olaf
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