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18. Juli 2026
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Review |
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Misery Speaks - Disciples of doom |
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Münster, die Zweite. Nach Neaera beglücken uns nun auch Misery speaks mit einem neuen Album. Nach dem Kracher „Catalogue of carnage“ nennt sich das mittlerweile vierte Album der Jungs „Disciples of doom“ und knüpft teilweise an den guten Vorgänger an. Aber eben nur teilweise… Die größte Veränderung war sicherlich der Weggang von Fronter und Aktivposten Claus Ulka, der in meinen Augen nur unzureichend mit Przemek Golomb ersetzt wurde. Der Gute hat leider nur einen Bruchteil des Stimmvolumens der vormals bärtigen Rampensau und ist teilweise (oder gewollt???) ziemlich weit in den Hintergrund gemischt. Musikalisch ist der Fünfer aber weiterhin top, was vor allem auch daran liegen könnte, das Gitarrist Florian Füntmann als Aushilfshexer mit Heaven shall burn die USA bereiste und damit einiges an kreativen Input mitgebracht hat. Aber wie gesagt, dies ist lediglich eine Vermutung, obwohl „End up in smoke“ das Gegenteil beweist. Ein Schelm, der böses dabei denkt…Was mir sehr gefällt, ist der sehr kantige und grobe Sound, der den Münsteraner überraschend gut steht und die Brutalität der Songs um ein Vielfaches verstärkt. Ebenso überraschend sind die melodiösen Aspekte, die beispielsweise bei „A road less traveled“ in den Vordergrund treten. Blastattacken gibt es selbstverständlich auch, checkt einfach mal „Obsessed“ an und Ihr werdet sehen, was ich meine. Mein Favorit ist allerdings genau der Song, der etwas aus der Reihe tanzt und als Slowmotion Granate mächtig zündet und gleichzeitig den Titeltrack markiert. Ein richtig geiles Teil! Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, denn mit „Black garden“ befindet sich auch ein Song auf dem Album, der so überhaupt nicht ins Gefüge von Misery speaks passt und mit seiner Rock’n’Roll Attitüde völlig hinten runter fällt. Dafür zeigen uns die Jungs mit „The swarm“ wie die seligen D.R.I. heute vielleicht klingen würden. Eine richtig geile Punk Nummer. Alles in allem kann man erneut sagen: Wo Misery speaks draufsteht ist auch Misery speaks drin. Doch mir fehlt an „Disciples of doom“ ganz klar Claus Ulkas Stimme. Weiterer Kritikpunkt ist der in meinen Augen wirklich schlecht abgemischte Gesang, der die ansonst wirklich gelungene Produktion mächtig schmälert. Dennoch ein rundes Scheibchen und ein weiterer Schritt in der Karriere des Fünfers. Bewertung: by olaf
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