10. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Inmoria - Invisible wounds
 

Interpret: Inmoria
Albumtitel: Invisible wounds
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Power-Metal
Tracklist:
01. Come insanity
02. Alone
03. Fantasy
04. As I die
05. Misery
06. Circle of memories
07. Haunting shadows
08. Will to live
09. The other side
10. I close my eyes

Homepage:
www.inmoria.com


Uiuiui, da hat aber jemand im Almanach der einfachen Songtitel geblättert: “Insanity”, “Misery”, „Fantasy”, Goat sei Dank ist da die Musiky…ähhh…Musik (tschuldigung) der Schweden Inmoria bei weitem eindrucksvoller als deren Name. Zehn Songs stehen auf dem Debüt „Invisible wounds“, die nicht nur mit Power und Heavyness aufwarten, sondern auch mit vielen elektrotechnischen Effekten teils bereichern, teils nerven. Doch dazu später mehr.

 

Getragen wird die Mucke der Jungs aus Bollnäs natürlich durch die unverwechselbare Stimme des Tad Morose / Morgana Lefay Fronters Charles Rytkönen, der scheinbar nicht ausgelastet ist und nun ein drittes Standbein in den Boden stemmt. Und das macht er ziemlich gut. Seine Stimme passt wie Arsch auf Eimer und veredelt gerade Songs wie den ultraharten, schleppenden Opener „Come insanity“, der mächtig Appetit auf mehr machte. In die gleiche Kerbe schlug auch das folgende, mit satten Doublebass unterlegte „Alone“, welches teilweise äußerst wohltuend an alte Nevermore erinnert. Bis dahin war die Welt noch in Ordnung. Leider wurden die Songs danach immer berechenbarer da es Inmoria scheinbar darauf angelegt haben, die vorher eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuführen, was leider zu Lasten der restlichen Stücke ging, was im völlig nervenden „Circle of memories“ gipfelte, der mit seinen Techno Samples richtig nervte. Ebenso erstaunlich war für mich die Tatsache, dass die Jungs auf „As I die“ im Mittelteil das In Flames Riff zu „Cloud connected“ schamlos geklaut haben. Leute, das habt Ihr überhaupt nicht nötig. Das belegt dann zum Ende hin „The other side“, der schleppend doomig mit einem Kracher-Riffing und einer sehr wohltuenden weiblichen Gaststimme aufwartet und somit das Gesamtpaket wieder kräftig aufwertete.

 

Invisible wounds“ ist ein starkes Album mit einem geilen Gesang, teilweisen Längen geworden, welches bei Anhängern der europäischen Power Metal Szene Begeisterungsstürme auslösen wird. Ich finde die Scheibe gut produziert und heavy, dafür wenig abwechslungsreich. Dennoch sollten Inmoria, wenn sie sich an ihren auf der Scheibe vorhandenen Stärken orientieren, ihren Weg machen. Daran wird mein Genörgel auch nichts ändern.

Bewertung:


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