18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Obituary - Darkest day
 

Interpret: Obituary
Albumtitel: Darkest day
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. List of dead
02. Blood to give
03. Lost
04. Outside my head
05. Payback
06. Your darkest day
07. This life
08. See me now
09. Fields of pain
10. Violent dreams
11. Truth be told
12. Forces realign
13. Left to die

Homepage:
www.obituary.cc


Es gibt unumstößliche Fakten im Universum…zum Beispiel. 1.) Eine Packung Miraculi zuzubereiten, wobei die Soße in alle Richtungen spritzt. 2.) lautstarke Wut- und Gewaltausbrüche beim Zusammenbau eines bei IKEA erworbenen Möbelstücks. 3.) Obituary machen immer noch denselben Scheiß wie vor 20 Jahren.

 

Das siebenhundertfünfundsechszigste Album der Floridaner schimpft sich „Darkest day“ und spiegelt genau meinen Gemütszustand nach dem mehrmaligen Hören der 13 Tracks wieder. Dunkle Wolken schoben sich vor mein geistiges Auge als ich wiederum feststellen musste, das die Tardy Brothers und ihre Gefolgschaft erneut die Originalität mit Löffeln gefressen haben und dem geneigten Hörer ein Album vorlegen, welches auch „Frozen in time“, „Executioners return“ oder „World demise“ hätte heißen könnte. Einem Holzfäller wird man auch nicht mehr  beibringen können, wie man Autos repariert, im Umkehrschluß werde ich mich wohl bis zum erneuten Auflösen der Death Metal Veteranen gedulden müssen, um nicht mehr vom früher recht eigenständigen und durchaus zu gefallen wissenden Bolz-Metal belästigt zu werden. Gut, mit „List of dead“ und „Outside my head“ befinden sich zwei recht passable Groove Monster auf dem Album, der Rest ist allerdings gähnend langweilig und hat seine Zeit längst überschritten. Einzig die Gitarrensoli von Ralph Santolla wissen teilweise zu gefallen, ebenso wie die Produktion, die wie immer druckvoll und heavy ist. Dennoch habe ich mich schon lange nicht mehr bei einem Album soooooo gelangweilt.

 

Jungs, Ihr habt mit Euren unzähligen Reunion Shows, Tourneen, Festival Auftritten, Merchandise- und sicherlich auch Plattenverkäufen genug Kohle gescheffelt, um es sich im Sunshine State mit all den anderen Rentnern richtig gut gehen zu lassen. Ihr wurdet schon vor geraumer Zeit von unzähligen anderen Bands überholt, die weitaus innovativer und auch besser sind als Ihr. Also, sterbt in Würde und haltet Euch bitte nicht an Euren Song „Slowly we rot“. Macht Platz für Eure Thronfolger…


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