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18. Juli 2026
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Review |
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Ahab - The divinity of oceans |
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In Zeiten digitaler Medien fällt es der Jugend von heute immer schwerer, mal ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Dadurch geht den Kids natürlich Weltliteratur der Marke „Moby Dick“ von Hermann Melville durch die Lappen. Nur gut, das es da die süddeutschen Funeral Doomer Ahab gibt, die mit ihrem Zweitwerk „The divinity of oceans“ die Geschichte um den weißen Wal aus der Sicht des Überlebenden Owen Chase weiterführt. Was viele nicht wissen ist, dass die Geschichte des Moby Dick wahren Tatsachen entspringt. Der große Potwal war unter anderem dafür verantwortlich, das der Walfänger „Essex“ kenterte und mit ihm die gesamte Besatzung. Lediglich 20 Seeleute schafften es, sich mit Rettungsbooten zu retten, wovon allerdings nur 5 nach einer 3monatigen Odyssey die rettende Küste Südamerikas erreichten. Was mit den anderen 15 Männern geschah, weiß nur die See…und eben Owen Chase, der davon in seinem Buch „Der Untergang der Essex“ berichtet. Dieses Thema ist es, welches Ahab auf dem „The call of the wretched sea“ Nachfolger ausführlich behandeln und dabei ständig an der oben genannten Romanvorlage und der von Nathaniel Philbrik („In the heart of the sea“) festhalten und diese detailgetreu wiedergeben. Dies fängt schon beim Cover an, welches ein Ölgemälde mit eben diesen Überlebenden auf einem Floß zeigt und geht weiter über die Hoffnungs- und Trostlosigkeit der Überlebenden bis hin zu ihrem tragischen Ende. Eben diese Hoffnungslosigkeit präsentieren uns Ahab gleich beim Opener „Yet another raft of the Medusa (Pollard’s weakness)“ eindrucksvoll. Düstere Nebelschwaden, Regen, Traurigkeit, Melancholie pur, dazu schwermütige, teils sanfte Melodien die durch die tiefen Growls Daniel Drostes noch mehr an Bedeutung gewinnen. Der Titeltrack fällt durch ein fettes Riffing auf und ist für Ahab Verhältnisse recht schnell ausgefallen, wobei man bei den tonnenschweren Monolithen der Doomer kaum von Geschwindigkeit sprechen kann. Hier fällt allerdings auf, das trotz des Schiffbruches im Pazifik die Stimmung der Songs eher in den verregneten Atlantik passen würden. „O father sea“ ist wie es die Titel vermuten lässt, ein Stoßgebet in tragender Erhabenheit, der allerdings nicht ganz an die Dichte der vorangegangen Songs heranreicht, doch was hier fehlt machen die beiden folgenden Highlights „Redemption lost“ und dem besten Song des Albums „Tombstone carousal“ wett, die gleichwohl ihrer erneuten Monotonie teilweise mit tollen Melodien und Chören aufwarten können und trotz ihrer Seelenwundheit ein positives Bild zeichnen. Ein weiteres Highlight ist „Gnawing bones“, welcher mit einem tollen, Pink Floyd artigen Mittelteil zu gefallen weiß, wo sich hingegen „Nickerson’s theme“ erneut wie ein zähflüssiger Lavastrom aus den Boxen quält und statt eines Happy ends eher mit düsteren Zukunftsaussichten daherkommt. Ahab stellen die Göttlichkeit des Meeres famos und mit einer nie dagewesenen Intensivität dar und killen trotz ihrem eingeschränkten Tempos ohne Ende. Es soll mir keiner kommen und sagen: Nur schnell ist heavy. Versucht Euch an diesem monumentalen und epischen Koloss grenzenlosen Schwermutes und taucht hinab in die dunklen Tiefen des Meeres. Oh Gott…die See ist so groß und mein Boot ist so klein. Bewertung: by olaf
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