18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Molotov Solution - The harbinger
 

Interpret: Molotov Solution
Albumtitel: The harbinger
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. Warlords
02. Rule by secrecy
03. Only the dead
04. Atrum inritus
05. Corpus imperium
06. Monolithic apparatus
07. The harbinger
08. Enslaved
09. Awakening
10. Living proof
11. The dawn of ascendency

Homepage:
www.myspace.com/molotovsolution


Ein erneuter Newcomer aus dem hause Metal Blade sind Molotow solution, die sich mit ihrem Zweitwerk „The harbinger“ anschicken, die Metalwelt in ihren grundfesten zu erschüttern. Das die amerikanische Talentschmiede des Brian Slagel zuweilen ein hervorragendes Näschen für den metallischen Nachwuchs besitzt, wird hier erneut unter Beweis gestellt, denn der Fünfer aus Las Vegas besitzt alle Attribute, um einen erfolgreichen Start hinzulegen.

 

Elf tonnenschwere Thrash / Metalcore Brocken werden uns serviert, die aufgrund der megafetten Produktion eines Tim Lambesis von As I lay dying und dem Mastering von Alan Douches (u.a. Shadow fall) einem so richtig das Fressbrett polieren und kaum Wünsche offenlassen. Und im Gegensatz zu manchen Genrekollegen legen sich Molotow solution mit ihrer Mucke nicht fest und bedienen mehrere Stilrichtungen. „Rule by secrecy“ beispielsweise ist ein richtig fetter Death Metal Track, wo hingegen der Opener „Warlords“ zu Beginn ein richtig fieser, schleppender Bastard aus Thrash und Hyperspeed Gebolze ist. Auffällig ist die präzise Gitarrenarbeit des Duos Sims Colison und Robbie Pina, die mit messerscharfen Riffs den etablierten Saitenhexern des Genres gehörig das Fürchten lehren. An manchen Stellen jedoch merkt man schon, das die Jungs die Originalität dann doch nicht mit großen Löffeln gefressen haben, blitzen doch beispielsweise bei „Only the dead“ oder „Monolithic aparatus“ leichte Reminiszenzen an Slipknot auf, die dem Hörgenuss aber keinen eklatanten Abbruch tut. Dafür spricht auch der Abwechslungsreichtum, der gerade beim Rausschmeißer „The dawn of ascendency“ vollends zum Tragen kommt. Ein totales Monsterbrett, welches allerdings mit seiner ruhigen Passage im Mittelteil punkten kann. Einziges größeres Manko st, das gerade die Songs im Mittelteil wie „Enslaved“ oder „Awakening“ einen ziemlich niedrigen Wiedererkennungswert haben und somit durch beide Lauschlappen rauschten, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dennoch bleibt unterm Strich eine richtig fette Scheibe.

 

Da sieht man mal wieder, dass aus Amerikas Spielplatz Nummer 1 nicht nur verkrachte Existenzen oder Zocker kommen, sondern auch dort ein amtliches Brett gebohrt wird. Molotow solution haben mit „The harbinger“ einen fulminanten Start hingelegt und eine solide Grundlage für eine große Karriere gelegt. Wir werden sehen, wie sich die Jungs weiterentwickeln. Potential ist jedenfalls mehr als genug vorhanden. Starker Start ins Berufsleben, die Herren.

Bewertung:


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