|
|
07. Juni 2026
|
||||||||||
Review |
|||||||||||
|
|||||||||||
Illdisposed - To those who walk behind us |
|||||||||||
Mein lieber Herr Gesangsverein: 16 Jahre Bandgeschichte und 11 (ausgeschrieben: ELF!!!) Alben lang beehren uns unsere liebsten eierlosen Nutten aus dem schwulen Norden mit ihrem groovenden Death Metal Perlen, die zwar immer noch nicht den Originalitätspreis gewinnen werden, dennoch nie ihre Wirkung verfehle. Nun also kredenzen uns Frontsau Bo Summers und seine Recken mit „To those who walk behind us“ erneut einen tonnenschweren Todesblei-Brocken, der allerdings nicht ganz so eingängig ist, wie der Vorgänger „The prestige“ und schon mehrere Anläufe zur kompletten Entfaltung benötigte. Produktionstechnisch kann man Illdisposed nichts vorwerfen, denn die 11 Songs sind erneut fett und glasklar produziert, vielleicht etwas zu klar, denn die Rotzigkeit, die in den früheren Songs oft zu erkennen war, tritt hier erstmals etwas in den Hintergrund. Dennoch braucht der Dänen-Purist nun nicht vor Entsetzen den Kopf in den Sand stecken, da trotz alledem die Songs wie eine Walze über den Hörer hinwegrollen. Bo ist mächtig am grunzen („For your record“), klingt manchmal etwas nach John Tardy („Just come and get me“) und frönt zuweilen auch dem schwarzmetallischem („Nu gik det lige sa godt“). Musikalisch riffen sich die Herren Hellboss und Batten ziemlich midtempo durchs Unterholz und meißeln mächtige Initialen in die Gehörgänge. Alles in allem also wieder einmal eine typische Illdisposed Platte…wenn da nicht eine etwas merkwürdige und durchaus gelungene Coverversion stehen würde, die so gar nicht in das Beuteschema einer todesbleiernden Kapelle passt:: Warum, in Namen Luzifers, haben sich die Jungs am Achtziger Hit der Fine young cannibals namen „Johnny“ vergangen? Grundgütiger, was haben wir gelacht…und das ist durchaus positiv gemeint. Da haben die Dänen ihrem schrägen Humor mal wieder alle Ehre gemacht. Und wer nach diesem musikalischen Ausflug in die Zeiten der Vokuhilas und Schulterpolster wieder einen ordentlichen Einlauf braucht, gebe sich direkt im Anschluss den besten und schnellsten Song des Albums namens „This unscheduled moment“, den ich für einen der besten halte, den Illdisposed je geschrieben haben. Die umtriebigen Dänen haben erneut ihre Klasse unter Beweis gestellt und mit „To those who walk behind us“ ein Album abgeliefert, welches sich nahtlos in die Discographie des Fünfers einreiht. Das ist eigentlich auch der einzige Kritikpunkt, denn irgendwann muss doch einfach mal das ultimative Album kommen, welches die Sympatikusse endlich an die Spitze katapultiert. Bis dahin stellt Output Nummer 11 einen angenehmen Zeitvertreib dar. Bewertung: by olaf
|
|||||||||||
Disclaimer | Impressum | Datenschutz © by pommesgabel.de 2003 - 2026 |
|||||||||||