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18. Juli 2026
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Review |
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Overkill - Ironbound |
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Es gibt Bands, bei denen erübrigt sich einfach eine ausschweifende Einleitung, da eigentlich jeder, der der harten Musik in irgendeiner Art und Weise verbunden ist, diese Jungs kennen muss. Dies trifft ohne Übertreibung auf die New Yorker Urgesteine Overkill zu, die im Jahr 26 ihrer Gründung mit Album 16 um die Ecke kommen und erneut den jungen, aufstrebenden und eigentlich in die Fußstapfen der Etablierten Tretenden mächtig in die Weichteile latschen. „Ironbound“ ist mal wieder ein richtig fettes und urtypisches Overkill Album der Marke „Taking over“ oder dem Überalbum „Horrorscope“ geworden und klingt trotz des fortgeschrittenen Alters der Protagonisten frisch, frech, fröhlich, frei, sprich saustark. Man merkt den 10 Songs zu keiner Zeit irgendeine Alterserscheinung an, vielmehr schaffen es Blitz, DD, das megastarke Gitarrenduo Dave Linsk und und Derek Tailer, sowieso der präzise spielende und dem Sound den nötigen Bumms verleihende Ron Lipnicki dem geneigten Hörer so richtig die Flöhe aus dem Pelz zu husten. Dennoch schafft es „Ironbound“ nicht ganz, an den famosen Vorgänger „Immortalis“ anzuknüpfen und dafür gibt es zwei triftige Gründe. Zum einen war beim letzten Scheibchen die Hitdichte größer und zum anderen gibt es mit „In vain“ ein Song auf dem Album, der getrost als Ausfall zu werten ist, wie einst das grandios gefloppte „I hear black“ Album der Thrasher aus Big apple. Viel zu hektisch, unzählige, nicht nachvollziehbare Tempiwechsel, einfach einer Band wie Overkill nicht würdig. Dennoch sollte man nun nicht, wie einst Lothar Matthäus vortrefflich bemerkte, den Sand in den Kopf stecken, sondern vielmehr mit den neun verbliebenen Songs mächtig abfeiern und die Rübe kreisen lassen. Dazu kommt es allerdings erst so richtig beim wie immer famosen, an zweiter Stelle stehenden, fies schleppenden Titeltrack, da der Opener „The green and black“ mit seinen 8 Minuten und dem etwas ausufernden Intro eine Geduldsprobe darstellt, die sich dann zum Ende hin allerdings in einen ganz passablen Song wandelt. Dafür knallt es danach umso mehr: Das sehr punkige „Bring me the night“, welches in typischer Overkill-Manier mit einem coolen Riffing und einem unwiderstehlichen Refrain zu einem Highlight der Scheibe mutiert. Ebenso weiß der Speeder „Endless war” und das scheinbar von der gemeinsamen Tour mit Exodus beeinflusste “The head and heart“ zu begeistern, da dass Quartett hier mächtig zur Sache geht und thrasht, was das Zeug hält Bei „Killing for a living” ist Spargeltarzan Blitz, der Live immer noch eine mehr als mächtige Ausstrahlung hat, tierisch am keifen, da ist nüscht vom Alter zu merken. „Ironbound“ ist ein starkes Album, welches allerdings zuweilen mit songtechnischen Schwächen zu kämpfen hat. Nichtsdestotrotz macht es immer wieder aufs Neue Spaß, den Overkill’schen Wutausbrüchen zuzuhören, dazu ein bis acht nette Pils zu vernichten und einfach Fun zu haben. Ich freue mich schon darauf, die alten Helden bald in Berlin live begrüßen zu dürfen. Kein überragender Meilenstein in der Discography der New Yorker, dennoch gut zu hören und perfekt zum abzappeln. Bewertung: by olaf
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