18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Ov Hell - The underworld regime
 

Interpret: Ov Hell
Albumtitel: The underworld regime
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Black-Metal
Tracklist:
01. Devil’s harlot
02. Post modern sadist
03. Invokeri
04. Perpetual night
05. Ghosting
06. Acts of sin
07. Krigsatte faner
08. Hill norge

Homepage:
www.myspace.com/ovhell


Da ist es also, das Black Metal “Allstar” Projekt um ex-Gorgoroth / God seed Basser King ov hell, der mit Dimmu Borgir Fronter Shagrath, Teloch von 1349, Arve Isdahl von Enslaved und Satyricon Drummer Frost eine illustre Schar an Mitstreitern um sich versammelt hat. Die Marschrichtung ist klar: Los Angeles orientierter Glam Rock der Marke Poison…so, geschockt genug? Hehehe…

 

Alles andere als lupenreiner Black Metal auf „The underworld regime“ wäre bei dieser Konstellation eine Mordsüberraschung gewesen und so rumpeln sich die fünf Spießgesellen durch 8 richtig geil gewordene Hassklumpen, die zeigen, wie moderner Black Metal zu klingen hat. Aber richtig Spaß (darf man das in diesem musikalischen Kontext überhaupt sagen???) gemacht hat mir die Tatsache, das Shagrath sein röhrendes Organ endlich einmal wieder zu einem klirrend eiskalten Sound zur Verfügung stellt, bei dem keine überdimensionalen Keyboardklänge den Sound verwässern. Kollege Langhammer hatte jedenfalls in Anbetracht der Zusammenstellung schon einen feuchten Schlüppi bekommen, doch war dies gerechtfertigt? Teilweise, denn punkten tun Ov Hell in der ersten Hälfte des Albums, bei dem der Borgir Fronter mal wie good old Cronos bellt („Perpetual night“), Arve Isdahl mit progressiven Klängen den frostigen Sound aufwertet („Ghosting“) oder dem Mördersong schlechthin „Post modern sadist“, der mit einem coolen Intro eingeleitet wird und dann auf ganzer Linie killt. Leider hat der King dann aber anscheinend zum Ende hin noch Altmasse aus seinen eigenen Gorgoroth Beständen mit einfließen lassen, denn „Acts of sin“ und „Krigsatte farner“ sind ähnliches Gerümpel wie seinerzeit die Formation noch mit Gaahl am Mikro und können den am Anfang aufgestellten Standard zu keiner Zeit halten. Das abschließende „Hill norge“ kann dann aber getrost als Symbiose zwischen alt und neu angesehen werden und repräsentiert den Stil der Scheibe recht gut.

 

Im Vergleich zu seiner alten Band Gorgoroth kann Ov Hell nicht anstinken, dafür war deren letzter Release einfach zu stark. Dennoch ist „The underworld regime“ stark genug, um auf eigenen Beinen zu stehen, ohne immer auf der Identität derer Bandmitglieder rumzureiten. Einfach mal antesten. Wäre es eine Mini CD geworden und das Alt-Metall aus Kings Feder wäre außen vor geblieben, die Note wäre höher ausgefallen.

Bewertung:


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