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07. Juni 2026
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Review |
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In Disgrace - Demon |
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Ein für mich völlig unbeschriebenes Blatt sind die Nordhorner In Disgrace, die sich gerade anschicken, mit ihrem neuen Album „Demon“ in zweifacher Hinsicht für Furore zu sorgen. Zum einen wäre da die unglaubliche Fertigkeit des Vierers, die während der sieben auf dem Album befindlichen Songs mehrfach zu Tage treten und zum anderen natürlich der Umstand, das die Jungs das von Jörg Uken (Dew-Scented oder God dethroned) perfekt produzierte Scheibchen einfach mal so kostenlos auf ihrer Homepage zum Download anbieten. Für eine solch junge Band ein gewagter Schritt, der von mir allerdings mit einer Menge Respekt bedacht wird. Musikalisch fährt das Quartett nicht die ganz große Hassattacke, sondern punktet mit differenziertem, teilweise melancholischem und zu jeder Zeit technisch höchst anspruchsvollen Todesblei, der durch die tollen Arrangements, den dezenten und niemals nervenden Keyboards und der tollen Produktion lebt und mich ziemlich schnell in seinen Bann zog. Beim Opener „Kingdom“ beispielsweise beeindruckten mich die Tempiwechsel und der schön schleppende Mittelteil, wo hingegen „Inquisition“ klar der Schwedischen Schule Tribut zollt und durch teilweise eingestreute Blastbeats aufgewertet wird. „Silence“ hingegen kommt für mich etwas farblos und unspektakulär daher und ist im Gegensatz zum knapp 8minütigen „Nothing“, welcher mit enormen Abwechslungsreichtum gespickt ist, eher etwas langweilig geworden. „Control“ hat eine tolle Verlaufskurve: Zu Beginn etwas monoton wird das gute Stück im zunehmenden Verlauf immer härter und begeistert durch ein präzises und hartes Riffing des Frontmannes Acker. Der Titeltrack ist dann das Highlight: ellenlang, aber zu keinem Zeitpunkt langweilig oder aufgesetzt. Vielmehr packen In Disgrace alle Facetten ihres Könnens in diesen Monolithen und kreieren so ihr Meisterstück. Und da auch das abschließende „Into disgrace“ ebenso fetzt, wird dieses Album zu einer echten Überraschung im noch jungen Jahr 2010. Allein mit der Tatsache, dass In Disgrace ihr Album „Demon“ kostenlos zum Download anbieten, kann man noch keine Höchstnote erwarten. Da aber der musikalische Aspekt mehr als genügend vorhanden ist und der technisch hoch anspruchsvolle Death Metal der Jungs zu jeder Zeit zündet, spare ich nicht mit einer hohen Benotung. Ganz ehrlich, ich habe von etablierten Bands schon Schlechteres gehört, als von dieser wirklich verheißungsvollen, für mich neuen Band. Bewertung: by olaf
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