08. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Mortemia - Misere mortem
 

Interpret: Mortemia
Albumtitel: Misere mortem
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Gothic
Tracklist:
01. The one I once was
02. The pain infernal and the fall eternal
03. The eye of the storm
04. The malice of life’s cruel ways
05. The wheel of fire
06. The chains that wheeled my mind
07. The new desire
08. The vile bringer of selfdestructive thoughts
09. The candle at the tunnel’s end

Homepage:
www.myspace.com/mortemiano


Was haben Tristania, Sirenia und nun Mortemia gemeinsam? Alle haben von den kompositorischen Fähigkeiten von Morten Veland mehr als profitiert und sich mit ihrem gothicartigen, dennoch stets harten und einprägsamen Sound eine Menge Fans erspielt. O.k., dies steht seinem neuem Soloprojekt Mortemia noch bevor, doch aufgrund der neun durchweg eingängigen und gut abgehangenen Brocken sollte dies in Windeseile passieren, da hege ich nicht den geringsten Zweifel.

 

Misere mortem“ ist ein Balanceakt zwischen Klassik und Moderne, biedert sich aber zu keinem Zeitpunkt zu sehr an die Gothic Schiene an, sondern vermischt vielmehr fiese und recht Black Metal artigen Grunts mit gemischten Chören, sattes Thrash artiges Riffing mit tragenden und Melodiegebenden Keyboards. Das dies durchaus Hitpotential hat, ist beispielgebend bei „The eye of the storm“ oder dem äußerst fetten „The pain infernal and the fall eternal“ vorhanden. Umso bemerkenswerter ist es daher auch, das Maestro Veland dieses Album komplett alleine eingespielt hat und auf Hilfe von außen verzichtete. Dies allerdings ist zu keiner Zeit auch nur annährend hörbar, lässt aber auch gleichzeitig alle Hoffnungen zerplatzen, dieses wirklich gelungene Projekt jemals live zu sehen, was durchaus bedauerlich ist. Also heißt es: CD Fach auf, Anlage aufreißen und genießen. Als unbedingten Anspieltip sei hier noch das progressive, abwechslungsreiche und völlig geniale „The new desire“ angesprochen, welches alle Stärken und Facetten von  Misere mortem“ aufs Beste vereint.

 

Ich persönlich bin eigentlich nicht der große Gothic Fachmann oder gar Fan, doch Mortemia treffen an einigen Stellen genau meinen Nerv, können neben all den Chören und Keyboards immer noch amtlich rocken und schaffen es, nie Langeweile aufkommen zu lassen, was von mir seit je her hoch honoriert wurde. Ich selbst würde zwar Sirenia noch vorziehen, aber Mortemia kommen denen recht nahe. Ein interessantes Album von einem wirklichen Ausnahmemusiker.

Bewertung:


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