18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Orden Ogan - Easton hope
 

Interpret: Orden Ogan
Albumtitel: Easton hope
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Power-Metal
Tracklist:
01. Rise and ruin
02. Nobody leaves
03. Goodbye
04. Easton hope
05. Welcome liberty
06. All these dark years
07. Nothing remains
08. Requiem
09. We are pirates
10. The black heart
11. Of downfall and decline

Homepage:
www.ordenogan.de


Album drei, die Kehrtwende für viele Bands und meist richtungweisend für den weiteren Verlauf einer Karriere. Auch im Falle des Fünfers aus Arnsberg, der sich dem wahrlich teutonischen Power Metal mit Fantasy Anleihen verschrieben hat. Mir persönlich waren Orden ogan bereits namentlich bekannt, doch musikalisch eher ein unbeschriebenes Blatt. Nun weiß ich auch, warum.

 

Endlich bei einem größeren Label untergekommen, in diesem Falle AFM Records, soll „Easton hope“ der Durchbruch sein, was ich aufgrund der extremen Langeweile, die mich beim Durchhören der elf Songs mehrfach packte, stark bezweifle. Wobei es ziemlich verheißungsvoll anfing. Nach einem interessanten Intro, welches anscheinend seinen Ursprung im Konsum alter Vangelis Platten hatte, haute das Quartett mit „Nobody leaves“ ein mächtiges Pfund ins Rund. Ein schöner speediger Powermetal Stampfer, der eigentlich richtig Bock auf mehr machte. Doch leider wurde es danach immer dröger und trostloser. Trotz der amtlichen und durchaus fetten Produktion hört sich fast jeder Song gleich an und bleibt zu keinem Zeitpunkt im Gehörgang haften. Mir drängte sich mehr als einmal der Gedanke auf „Das habe ich doch alles schon einmal gehört“, was sich natürlich in Bezug auf meinen stets geforderten Abwechslungsreichtum nicht gerade förderlich auf die Gesamtbewertung auswirkte. Und ich habe wirklich die Scheibe mehrmals gehört, da ich eigentlich nicht der Mensch der gnadenlosen Verrisse bin. Doch wenn sich Songs wie „All these dark years“, „Nothing remains“ oder das furchtbare Harfengezupfe beim Lückenfüller „Requiem“ wie zähflüssige Lava aus den Boxen quälen, geht bei mir nichts mehr.

 

Normalerweise verweise ich gerne auf die spielerischen Qualitäten der Bandmitglieder, die auch hier zweifelsohne vorhanden sind, doch das hilft bei „Easton hope“ auch nicht weiter. Völlig inspirationslos plätscherte die Mucke von Orden ogan an mir vorbei und hinterließ nichts weiter als gähnende Tristesse. Schade nach so einem starken Beginn.

Bewertung:


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