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18. Juli 2026
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Review |
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Triptykon - Eparistera daimones |
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Nach dem unrühmlichen Ende der Szene Ikone und Vorreiter für zigtausende Bands Celtic Frost scharrte Chef Tom G.Warrior neue Leute um sich, allen voran Dark Fortress Hauptsongwriter V.Santura, der bereits 2006 zum Tourtross der Schweizer gehörte, um mit diesen zusammen Triptykon aus der Taufe zu heben. Dazu hat Tom auch noch seinen alten Freund, langjährigen Weggefährten und Oscar Gewinner H.R.Giger mit ins Boot geholt, der sich für das düstere und apokalyptische Cover verantwortlich zeigt. Voila, fertig ist „Emparistera daimones“, ein Album, so tiefschwarz, böse und beängstigend, das es einem mehrmals Schauer über den Rücken treibt. Sicher kann man Triptykon als Folgeband zu Celtic Frost verstehen, dennoch hat die neue Band einfach Unmengen an Melancholie und Boshaftigkeit mehr in sich, als es die Frosties jemals hatten. Vielmehr kann man hier Parallelen zu Hellhammer ziehen, die seinerzeit ebenfalls radikal und anders waren als alle anderen und es perfekt schafften, dies auch zu vertonen. Und Triptykon ist anders, ganz alles als Vieles, was ich in den letzten Monaten zu Ohren bekam. Tonnenschwere, lavartige Monolithen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, Toms heiseres Organ, welches mal leise sprechend („Abyss within my soul“), laut keifend („Goetia“) oder Schweidsch-Todesblei-grunzend („Descendant“) abwechslungsreich wie nie ist, V.Santuras sägende Gitarrenarbeit und eine unfassbare Aura machen dieses Album zu einem Klangerlebnis sondergleichen. Doch mächtig überrascht hat mich „A thousand lies”, der mit seinem enormen Tempo alle anderen Stücke in den Schatten stellt und zu Recht als einer der schnellsten Songs, die Tom Warrior je geschrieben hat, in die Analen seiner eigenen Biographie eingehen wird. Ebenso begeistert hat mich der Pianopart in „Myopic empire“„, meinem persönlichen Highlight des Albums, der sich nahtlos in das Gesamtbild einfügt und einfach Klasse besitzt. Der Höhepunkt ist allerdings das unfassbar triste und bedrohliche „The prolonging“, welches allein schon mit seiner Spieldauer von satten 18 Minuten eine mächtige Herausforderung darstellt und den Hörer immer tiefer in die Gefühls- und Gedankenwelt des Schweizer Künstlers entführt. „Emparistera daimones“ ist ein Album geworden, welches ohne Abstriche zu den absoluten Sternstunden des Jahres 2010 gehört und in jedem Jahrespoll auftauchen wird. Niemals habe ich mich nach dem Hören einer CD so düster und Gedankenschwer geführt, wie beim Debüt von Triptykon. Eine Reise durch die Gefühlswelt von Tom G.Warrior und ich bin dankbar, dass er mich dahin mitgenommen hat. Bewertung: by olaf
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