18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Sick of it All - Based on a true story
 

Interpret: Sick of it All
Albumtitel: Based on a true story
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Hardcore
Tracklist:
01. Death or jail
02. The divide
03. Dominated
04. A month of sundays
05. Braveheart
06. Bent outta shape
07. Lowest common denominator
08. Good cop
09. Lifeline
10. Watch it burn
11. Waiting for the day
12. Long as she’s standing
13. Nobody rules
14. Dirty money

Homepage:
www.sickofitall.com


Es gibt wenige Bands, die man blind kaufen kann da man sich eh sicher sein kann, dass man für sein Geld die gleiche Qualität wie immer bekommt. Dieses Attribut trifft ohne Wenn und Aber auf die New Yorker Hardcore Institution Sick of it all zu, die nach 24 Jahren Bandgeschichte nun mit „Based on a true story“ Longplayer Numero 14 in die Röhre schieben, die Live und Tribute Scheiben mal ausgeklammert.

 

Die Koller Brüder und ihre langjährigen Weggefährten Armand Majidi und Craig Setari haben sich nach dem wirklich starken „Death to tyrants“ satte vier Jahre Zeit gelassen, um einen würdigen Nachfolger zu präsentieren, was ihnen aber in meinen Augen nur bedingt gelungen ist. Mit satten Moschern der Marke „Lowest common denominator”, “The divide” oder dem besten und gleichzeitig ersten Song “Death or jail” hauen die New Yorker mal wieder mächtig auf den Putz und zeigen der jungen Spring-ins-Feld Generation, wie straighter oldschool hardcore zu klingen haben muss. Auch Punk Granaten a’la „Waiting for the day“, „A month of Sundays“ oder „Dirty money“, der mit einem genialen Mitgröhl Refrain zusätzlich punkten kann, gehen hastig ins Ohr. Doch leider überwiegen daneben Songs, die ich gerne als Stoppelhopser bezeichne. Lieder, die irgendwie holterdiepolter daherkommen und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, sprich: Ein Ohr rein, durchs andere wieder raus, ohne wirkliche Schäden zu verursachen. Das wiederum ist eine Situation, die ich so von SOIA nicht gewohnt bin. Normalerweise befanden sich bei gefühlten 30 Songs immer 28 Hits auf den Scheiben der Hardcore Pioniere, weshalb diesmal meine Enttäuschung recht groß war.

 

Nichtsdestotrotz ist „Based on a true story“ ein grundsolides Hardcore Album geworden, welches allerdings nicht als Meilenstein in die SOIA Historie eingehen wird. Fett produziert und mit einigen wirklich klasse Songs ausgestattet kann das Scheibchen allerdings nicht über die Masse an mittelprächtigen Songs hinwegtäuschen. Dennoch freue ich mich auf die anstehende Festivalsaison, wo ich zweimal in den Genuss kommen werde, das Quartett endlich mal wieder auf der Bühne rüpeln zu sehen.

Bewertung:


Disclaimer | Impressum | Datenschutz © by pommesgabel.de 2003 - 2026