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18. Juli 2026
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Review |
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Thulcandra - Fallen angel's dominion |
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Seit der Gründung im Jahr 2003 geisterte der Name Thulcandra immer wieder durch die Metalszene, ohne jedoch jemals mit einem größeren Release musikalisch in Erscheinung getreten zu sein. Nun, sieben Jahre später, hat sich Bandgründer, Sänger und Gitarrist Steffen Kummerer mit den beiden Helfahrt Recken Sebastian und Tobias Ludwig und Dark Fortress Drummer Seraph eine schlagkräftige Truppe zusammengezimmert, die mit ihrem jüngst bei Napalm Records erschienenden Debüt „Fallen angel’s dominion“ mit einem fulminanten Paukenschlag auf die große Bühne springen. Natürlich haben auch Thulcandra die Eigenständigkeit nicht mit Löffeln gefressen, was aber aufgrund der immensen Banddichte gerade im Black/Death Metal Bereich auch nicht weiter verwunderlich ist. Dennoch hebt sich das von V.Santura produzierte Wahnsinnsscheibchen mehr als wohltuend von dem ganzen Einheitsbrei der letzten Monate ab. Dies liegt zum einen an der richtig schönen frostigen oldschool Produktion, die mich mehr als einmal an selige 80er Thrash Zeiten erinnerte und zum anderen an den kompositorischen Fähigkeiten des Trios, die auf ihren sechs eigenen Songs, plus dem Intro und der Piano Bridge und dem brillanten Dissection Cover „The somberlain“ von 1992, mächtig die Sau rauslassen. Überhaupt ist das Album für alle Liebhaber der oben erwähnten Schweden oder Unanimated ein absolutes Muss, spinnen Thulcandra den Faden besagter Bands konsequent weiter und bereichern diesen mit ihrem eigenen Esprit. Schlachtenepen wie das rasend schnell beginnende „Night eternal“, das mit einer Menge Celtic Forst „Uhhs“ angereicherte „Legions of darkness“ oder das schleppende und alles überragende „Spirit of the night“ fräsen sich unerbittlich ins Hirn und verursachen Herzrasen vor Freude. Vor allem wenn die Band bei „Frozen kingdom“ mit steinaltem Thrash Riffing den Song auf Kurs bringen und den Verfasser dieser Zeilen gänzlich auf ihre Seite zog. Egal ob das Quartett furios aufs Gaspedal latscht oder im gemäßigten Tempo neuere Immortal zitiert…jeder Song trifft mitten auf die 10 und begeistert von den ersten Takten an. Hinzu kommt noch das fantastische Coverartwork von Kristian Wahlin, der mit seinen Bildern schon Emperor oder Dark Funeral-Alben veredelte. Thulcandras „Fallen angel’s dominion“ ist für mich bislang das Debütalbum des Jahres. Rau, hart, schnell, bahnbrechend und verdammt heavy produziert ballern uns die Jungs mächtig einen vor den Latz und setzen zum Sprung in die Belletage der Black/Death Metal Liga an. Am meisten freut mich, dass es in Deutschland nun endlich eine Band gibt, die den schwedischen Erfindern dieses Musikstiles mal kräftig die Leviten lesen können. Grandioses Album, ein kleines Meisterwerk. Bewertung: by olaf
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