|
|
07. Juni 2026
|
||||||||||
Review |
|||||||||||
|
|||||||||||
In this Moment - A star - Crossed wasteland |
|||||||||||
Wie, um alles in der Welt, können solche Töne aus einem so zierlichen Körper kommen? Diese Frage stellte sich bereits beim von mir mehr als wertgeschätzten Vorgänger „The dream“, mit dem ich erstmals mit Frontfrau Maria Brink und ihrer Band In this moment konfrontiert wurde. Doch nicht nur das äußere Erscheinungsbild des wirklich leckeren Frontderrwischs tat es mir an, sondern auch die brachiale Mucke des Fünfers aus LA, die irgendwo eine Nische zwischen Walls of jericho (Härte) und Evanesence (ruhige Momente) fanden und diese konsequent weiterentwickelten. Diese erneute Weiterentwicklung manifestiert sich nun im dritten Longplayer „A star-crossed wasteland“, der erneut mit vielen Innovationen aufwartet und Songs hervorbringt, die Schädel spalten. Erschreckt stellte ich allerdings gleich beim Opener und der ersten Singleauskopplung „The gun show“ fest, das Maria hier wirklich nur kreischt, brüllt und schreit, statt wie bei älteren Songs der Marke „The great divide“ eine gesunde Balance zwischen ihrem markanten Grunzgesang und melodiösen Vocal Passagen zu finden. Etwas verängstigt, dass sich dies wie ein roter Faden durch das Album ziehen könnte, lauschte ich etwas nervös den anderen Songs und konnte aufatmen. Miss Brink (nein, nicht verwandt oder verschwägert mit Bernhard, obwohl der ja auch blond ist…) entlockt ihrer Kehle auch hier wieder Laute zum Träumen. Am besten kommen diese beim Titeltrack und dem wirklich mehr als gelungenen Duett mit Otherwise Frontmann Adrian Patrick „The promise“ zur Geltung und bestätigen erneut, dass In this moment einen ganz eigenen Stand hat und mit kaum einer anderen band vergleichbar ist. Selbstverständlich gibt es aber auch hier wieder mächtig was auf die Nuss, vor allem wenn die Gitarrenfraktion Chris Howorth und Blake Bunzel die Därme zum schwingen bringen und solche rifflastigen Monster der Marke „Standing alone“, „Just drive“ oder dem überragenden Thrash’n’Roller „Blazin’“ raushauen. Leider offenbart aber die Scheibe im zweiten Teil einige musikalischen Schwächen, die in der völlig überflüssigen und cheesigen Ballade „World in flames“ seinen unrühmlichen Höhepunkt findet. Ebenso unverständlich ist es, warum die Band den Titeltrack unbedingt noch mal als unplugged Version ans Ende der Scheibe stellen musste, statt vielleicht einem weiteren Track den Vorzug zu geben. Diesem Umstand ist es leider geschuldet, dass „A star-crossed wasteland“ an einer besseren Bewertung gescheitert ist, dennoch aber immer noch mehr als hörenswert ist. Dennoch schafft es das dritte Album nicht, dem genialen Vorgänger auch nur ansatzweise das Wasser zu reichen, doch das war bereits im Vorfeld ziemlich aussichtslos. In this moment werden aber trotzalledem weiter auf der Karriereleiter aufsteigen und die Konkurrenz in diesem Musikbereich hinter sich lassen, das ist Fakt. Ach ja…das Plattencover ist übrigens megageil und passt zur Band wie Arsch auf Eimer. Bewertung: by olaf
|
|||||||||||
Disclaimer | Impressum | Datenschutz © by pommesgabel.de 2003 - 2026 |
|||||||||||