18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Shadowgarden - Ashen
 

Interpret: Shadowgarden
Albumtitel: Ashen
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Gothic
Tracklist:
01. Shadowplay
02. Last summer
03. With love and a bullet
04. The whithering of mine
05. Sorrow’s kitchen
06. 140 AM
07. Murky waters
08. Way down low
09. Empty days
10. Slowmotion apocalypse

Homepage:
www.myspace.com/shadowgardenmusic


Nach dem ersten Durchhören des Debüts der Schweden Shadowgarden war ich verwirrt. Ist das tatsächlich die Zweitband des von mir verehrten Draconian Gitarristen Johan Ericson? Dem Infoflyer zufolge ja und als dann noch bei „With love and a bullet“ Lisa Johansson mit ihrem glockenhellen Stimmchen eingriff, bestand kein Zweifel mehr. Doch im Gegensatz zur letzten Draconian Veröffentlichung „Turning season within“ kann „Ashen“ nicht einmal ansatzweise mithalten.

 

Auch wenn ich wahrscheinlich von Napalm Records Promoter Ben bald was auf’s Dach bekomme, kann ich mich zu keinem Zeitpunkt für dieses klinisch sterile und völlig belanglose Album erwärmen. Gerade mal 3 Songs von 10 schafften es, mich einigermaßen zu packen, der Rest ist Pop Quark allererster Kajüte und nicht der angekündigte Goth-Rock. Die Melodien wiederholen sich, das Tempo ist fast immer gleichbleibend, bis auf den doomigen Rausschmeißer „Slowmotion apocalypse“ (wie passend) und wenn ich HIM hören wollen würde, würde ich HIM auflegen. Die teilweise frappierenden Ähnlichkeiten zu den finnischen Pop-Rockern sind so offensichtlich, dass man schon fast von Plagiat sprechen könnte. Lediglich das bereits erwähnte Duett, der Opener „Shadowplay“ und „Murky waters“, welches durchaus als härtere Nightwish Nummer durchgehen könnte, zeigen, welches Potential Johan Ericson mit seinem Zweitprojekt durchaus hat, es aber nicht zu nutzen weiß.

 

Mehr fällt mir beim besten Willen nicht zu „Ashen“ ein, die ich für eine der unwichtigsten Scheiben in diesem Jahr halte. Mit solch einem Songmaterial sollte die Halbwertzeit von Shadowgarden maximal 1 Jahr betragen. Ich empfehle, den Fokus weiter auf Draconian zu richten, die weitaus besser und innovativer sind, als diese wirklich langweilige Scheibe.

Bewertung:


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