18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Alter Bridge - AB III
 

Interpret: Alter Bridge
Albumtitel: AB III
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Alternative-Rock
Tracklist:
01. Slip to the void
02. Isolation
03. Ghost of days gone by
04. All hope is gone
05. Still remains
06. Make it right
07. Wonderful life
08. I know it hurts
09. Show me a sign
10. Fallout
11. Breathe again
12. Coeur d’Alene
13. Life must go on
14. Words darker than their wings

Homepage:
www.alterbridge.com


Myles Kennedy ist unbestritten ein fantastischer Sänger. Das weiß auch Slash, der sich den Alter Bridge Vocalisten bereits auf seiner Solotour krallte und ihn anscheinend auch liebend gerne bei Velvet revolver sehen würde. Doch statt auf einen sicheren Zug aufzuspringen, konzentriert sich der Stimmband Akrobat auf seine Stammband und veröffentlicht nun dieser Tage mit „AB III“ das, wie der Titel bereits erahnen lässt, dritte Album der Hard Rocker aus den Staaten. Ob dies eine kluge Entscheidung war, wird sich zeigen. Ich jedenfalls finde das Album im Vergleich zum Vorgänger „Blackbird“ ziemlich eintönig und relativ langweilig.

 

Diese Schlussfolgerung ließ allerdings etwas auf sich warten, da der mystisch beginnende Opener „Slip to the void“, der sich im weiteren Verlauf als echte Rock Granate entpuppte und das direkt darauf folgende „Isolation“ ganz große Nummern sind und selbst das auf Radio Airplay getrimmte „Ghost of days gone by“ bleibenden Eindruck hinterließ. Doch danach wurde es ermüdend. Alter bridge sind beileibe keine Straßenmusiker und wissen exakt, wie man ihren Instrumenten schicke Töne entlockt, doch das reicht manchmal eben nicht aus. Ich nenne es mal scherzhaft das „Bryan Adams Syndrom“, da er es ebenfalls schaffte, mit immer dem gleichen Schema eine ganze Platte zu füllen und diese zu einem Verkaufsschlager werden zu lassen. Ähnliches passiert hier, denn so richtig Neues kommt auch nicht aus dem Lager der Rocker. Vielmehr wiederholen sich die Jungs permanent, was mir bei 12 relativ gleichbleibenden Liedern irgendwann mächtig auf den Zeiger ging. Lediglich „I know it hurts“ konnte mich noch ein wenig aus der Reserve locken, der Rest plätscherte dann ziemlich dröge an mir vorbei.

 

Nur gut, das gerade die drei Eröffnungsnummern gut kicken, ansonsten wäre bei der Endbewertung weniger herausgekommen. Alter bridge sind eine geile Band…für Mädchen oder Jungs, die die selbigen beeindrucken wollen. Für echte Rocker oder gar Metaller taugt dieses Album nur bedingt. Technisch stark, musikalisch schwach und für den US Markt mehr als tauglich. Ich selbst bevorzuge da andere Kost.

Bewertung:


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