13. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Murderdolls - Woman and children last
 

Interpret: Murderdolls
Albumtitel: Woman and children last
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Heavy Metal
Tracklist:
01. The world according to revenge
02. Chapel of blood
03. Bored ‘till death
04. Drug me to hell
05. Nowhere
06. Summertime suicide
07. Death valley superstars
08. My dark place alone
09. Blood stained valentine
10. Pieces of you
11. Homicide drive
12. Rock’n’roll is all I got
13. Nothing’s gonna be alright
14. Hello, goodbye, die

Homepage:
www.murderdollsband.com


Ich geb’s ja zu…so ein wenig habe ich die zweite Scheibe der Murderdolls ein wenig vor mir hergeschoben, weil ich mit dem Begriff des Horrormetals etwas gebranntmarkt bin. Doch was Wednesday 13 und Slipknots Drummer Joey Jordison auf „Woman and children last“ vom Stapel lassen, verdient einen kleinen Sonderapplaus. Gut, die Originalität haben die Jungs nun wahrlich auch nicht mit dem großen Löffel gefressen, Spaß machen tut dieser 14-Tracker aber allemal.

 

Der Sound ist staubtrocken und fett und an vielen Ecken hört man die Produktion des vielseitigen Schlagzeugers klar und deutlich heraus. Die Drums sind kristallklar und ballern einem so richtig das Ohrenschmalz in Richtung Stammhirn, die Gitarren, ebenfalls von Herrn Jordison eingezimmert, fräsen eine breite Schneise zwischen Hammer und Amboss und zerfetzen einem das Trommelfell. Nee, die Scheibe rockt mehr als amtlich! Vor allem das punkige „Bored ‚till death“ rotiert momentan in Endlosschleife in meinem Auto, ebenso wie die „Death valley superstars“ oder das basslastige „Rock’n’roll is all I got“…alles Rockgranaten mit tierischen Arschtrittfaktor. Warum die Jungs allerdings mit „Nowhere“ ein völlig indisponierten Radio Rocker mit auf die Scheibe gepackt haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Dieser Song ist ein völliger Fremdkörper in einem ansonst mehr als perfekt funktionierenden Organismus. Da trifft es sich mehr als gut, dass man mit „Hello, goodbye, die“ zum Abschluss erneut einen saftigen Tritt in die Cochones (schlagt mal im spanischen Wörterbuch nach…) bekommt und sich tatsächlich fragen muss: Wo waren die Murderdolls als man sie dringend gebraucht hätte?

 

Das Album macht Spaß, rockt einem tierisch die Flöhe aus dem Pelz, ist partykompatibel und macht massig Laune. Es wäre schön, diese geile Scheibe einmal live erleben zu können, denn ich kann mir gut vorstellen, dass diese Songs live noch etwas mehr Gas geben als auf CD. Die Muderdolls sind einfach ein Lichtblick in einer finsteren Nacht.

Bewertung:


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