08. Juni 2026


           
Review

 

 
     
 
Motörhead - The wörld is yours
 

Interpret: Motörhead
Albumtitel: The wörld is yours
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Heavy Metal
Tracklist:
01. I know how to die
02. I know what you need
03. Born to lose
04. Get back in line
05. Devils in my hand
06. Rock’n’Roll music
07. Waiting for the snake
08. Brotherhood of man
09. Outlaw
10. Bye bye bitch bye bye

Homepage:
www.imotorhead.com


Meine Fresse, 35 Jahre Motörhead, 65 Jahre Lemmy und beide agil wie eh und je. Gerade erst ist das Brummen aus meinen Ohren verklungen, welches mir das Trio am 07.12. in der Berliner Arena besorgt hat und nun sitze ich schon wieder über meiner Tastatur, um einige salbungsvolle Worte über das neuste und 21. Machwerk „The wörld is yours“ der Heavy Metal Institution zu verlieren. Dies ist jedes Mal aufs Neue schwierig, denn wie schreibt man am besten über eine Band, die nachweislich fast alle Metal Größen bis heute nachhaltig beeinflusst hat? Mit Demut und einer gehörigen Menge Respekt auf jeden Fall.

 

21 Alben, dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Unfassbar und doch immer wieder erstaunlich, dass sich keine Ermüdungserscheinungen breitmachen. Jede Motörhead Veröffentlichung steht für sich selbst und ist immer wieder erfrischend. Gerade wenn man solche Geschenke wie „I know how to die“, „Waiting fort he snake“ oder das bereits live erprobte „Get back in line“ unter dem Tannebaum zu liegen hat. Sauber produziert, klasse instrumentalisiert. Mikkey Dees Schlagzeugspiel ist immer noch wie ein Jungbrunnen für das knorrige Kultobjekt und auch Phil Campbell zelebriert ein ums andere Mal, warum er die Sechssaitige erwählt hat. Doch allem voran steht Lemmy, der mal grunzt wie ein Death Metaller („Brotherhood of man“) oder das Timbre beim recht progressiven „Outlaw“ vibrieren lässt. Alles in allem eine fette Motörhead Scheibe, die niemanden enttäuschen wird. Und vielen Dank für meine diesjährige Hymne, bezogen auf mein Privatleben: „Bye bye bitch bye bye“…dazu muss ich wohl nichts mehr sagen.

 

Da Mister Kilmister niemals müde wird zu erwähnen, dass ihm und seiner Band Deutschland mehrfach den Arsch gerettet hat, als der Rest der Welt sich einen Dreck um die Jungs kümmerte, sehe ich das „ö“ im neuen Titel als kleines Dankeschön und Reminiszenz an die Deutschen Fans, auf die sich Motörhead seit jeher verlassen konnte. Bitte, bitte, gerne geschehen und wenn Lemmy, Mikkey und Phil weiterhin so gute Alben veröffentlichen wie heuer, wird die deutsche Fanbase auch weiterhin wie eine Wand hinter dem Metal Flagschiff stehen, dass ist sicher. Beenden wir diese Huldigung mit einem Zitat von Meister Lem aus dem Song „Rock’n’Roll music“: „Rock’n’Roll save your soul…“ mehr gibt es dazu nicht zu sagen…

Bewertung:


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