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18. Juli 2026
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Review |
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Akrea - Lügenkabinett |
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Lange…gaaanz lange lag die zweite CD der Oberpfälzer Akrea in meinem Regal, denn neben vielen privaten Problemen gab es einfach so einen Wust an Veröffentlichungen, aus denen ich einfach aussieben musste. Doch als ich dann bei „Lügenkabinett“ ankam stellte ich fest, dass ich dieses kleine Juwel nicht so lange hätte vernachlässigen dürfen. Es machte einfach Spaß, dieses Album immer wieder zu hören. Das liegt an vielen Faktoren. Zum einen wäre das die wirklich fabelhaft klare und differenzierte Produktion, der große Facetten- und Abwechslungsreichtum (für mich eminent wichtig) und die, trotz dem Grunzens von Fronter Sebastian Panzer, gut verständlichen deutschen Texte, die Akrea von vielen Mittelklassebands in Deutschland wohltuend abhebt. Zum anderen ist es einfach eine Wonne, endlich mal (neben den viel und teils zu Unrecht gescholtenen Varg) einer Band zu lauschen, die sich auf ihre Muttersprache beruft, ohne damit irgendwelchen Verschwörungstheorien Nährboden zu bereiten. Warum machen das nicht viel mehr Bands? Na gut, dann wären Akrea auch nicht mehr so originell, wie sie es jetzt bereits sind. Musikalisch wäre es ein leichtes, die Jungs in eine Ecke mit Pagan Bands zu packen, doch das wäre des Überflüssigen zuviel, denn der Fünfer zockt ein amtliches Death Metal Brett mit leichten Anleihen in den Viking Bereich a’la Amon Amarth, doch das wiederum würde Johan Hegg und seinen Mannen schmeicheln, denn die Jungs sind an ihren Arbeitsgeräten um ein vielfaches versierter. Umfangreiche Gitarrenleads, tolle und teils irrwitzige Soli der Gitarristen Panzer (der 2., noch ein Dritter und wir haben ein Battalion) und Schafferhans, ein sehr gut heraus hörbarer Bass von Christian Simmerl und eine grandiose Schlagzeugarbeit von Jonas Nelhiebel, der entweder tierisch groovend („Guten Tag“) oder auch mal die Blastbeat-Keule auspackend („Bühne frei“, der beste Song des Albums) der Mucke des Fünfers den nötigen Wumms verleiht. Akrea sind eben Abrogation für mich die einzige deutschsprachige Death Metal Band, die trotz deutschen Texten niemals anbiedernd oder plakativ rüberkommen. Dazu kommt noch die fabelhafte Mucke und ein tolles Cover, welches statt einem gemalten Fantasiegebilde mit einem schönen Gemälde, welches fast wie eine Fotografie aussieht, aufwartet. Alles Gründe für eine hohe Note und das Prädikat: Besonders empfehlenswert. Klasse gemacht!!! Bewertung: by olaf
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