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18. Juli 2026
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Review |
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Morbid Angel - Illud divinum insanum |
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Neben Slayers “Reign in blood” gab es kaum eine andere Platte, die die harte Musikwelt so dermaßen beeinflusst und auf den Kopf gestellt hat wie vielleicht noch „Scream bloody gore“ von Death, „Bonded by blood“ von Exodus oder eben „Altars of madness“, welches den bis dahin existierenden traditionellen Death Metal in seinen Grundfesten erschütterte. Nie war DM extremer und brutaler, nie war es nach dem Hören einer Scheibe dunkler als bei eben jener welchen. Mit diesem Album hatten sich 1989 Morbid angel ihr eigenes Denkmal erschaffen…und dieses Jahr um Jahr selbst demontiert. Als ich die Band 2008 beim WFF live erleben durfte, war ich vom damals neuen Song „Nevermore“ begeistert und hoffte inständig, dass nach der Rückkehr David Vincents sich alles zum Guten wenden würde und die Jungs aus Florida endlich einmal wieder an alte Glanzleistungen anknüpfen könnten. Das an diesem Tage nicht ein Song des überragenden Erstlings performt wurde war zwar ein herber Schlag ins Gesicht, doch die Aussicht auf ein starkes neues Album überwog dann doch. Das dieses Teil allerdings erst geschlagene drei Jahre später auf den Markt kommen sollte, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erahnen…und schon gar nicht, was sich darauf befinden würde. Durch viele andere Reviews wurde mir ja schon suggeriert, dass ich mich „öffnen“ müsste, meinen „Horizont“ erweitern oder meinen Geist dem Neuen nicht verschließen dürfte. Hmmm…bei einer Band wie den morbiden Engeln schwer vorstellbar, doch schon bei den ersten Takten von „Too extreme“ wusste ich, was die Anderen meinten. Wummernde Bässe, Techno Klänge, ein stumpfer Beat und ein zugegebenermaßen brillant grunzender Frontmann, der diesen derben Schrott allerdings so auch nicht retten kann. Ach du scheiße!!! Doch nachdem das Blastgewitter „Existo vilgore“ verklungen war hoffte ich auf Besserung und tat den ersten Song als Betriebsunfall ab. Auch mein persönlicher Lieblingssong „Blades for Baal“ gab der Hoffnung auf eine Trendwende neuen Nährboden, doch das poppige (!!!) „I am morbid“ ist und bleibt Dreck und ist einer solchen Band unwürdig. Das nach dem mit schönen Leads versehenen DM Gewitter „10 more dead“ bei „Destructors vs. The earth“ erneut die Techno/Industrial Keule geschwungen wird, verursachte bei mir langsam Würgereize. Auch das bereits erwähnte und bestens bekannte „Nevermore“ schaffte keine neuen Erkenntnis, so dass der Hörer mit den letzten drei Songs musikalisch gänzlich vergewaltigt wird. Da hilft es auch nicht, dass die Band ein lautes „mea culpa“ im letzten Song unterbringt. Sorry, dieser Schrott ist nicht zu entschuldigen. Dem Zuhörer, sprich zahlenden Kunden nach satten acht Jahren so eine Scheiße vorzusetzen, grenzt an Körperverletzung und wird den einst guten Ruf Morbid angels langsam aber sicher völlig pulverisieren. „Illud divinum insanum“ mit den vier von mir angesprochenen, guten DM Songs als Mini CD hätte ich noch akzeptiert und gutgeheißen, doch der Rest ist klangtechnischer Dünnpfiff und wird auch so von mir bewertet. Ich habe einen recht weiten Horizont, doch irgendwann ist auch dieser erreicht… Bewertung: by olaf
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