|
|
07. Juni 2026
|
||||||||||
Review |
|||||||||||
|
|||||||||||
In Flames - Sounds of a playground fading |
|||||||||||
So, das Sahneschnittchen für meine heutige Reviewattacke habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben…eigentlich mit der vorangegangenen Befürchtung, In Flames erneut niederzubügeln. Ok, den Bericht zu „A sense of purpose“ von 2008 hatte Torsti zu verantworten, der allerdings mit 6 Gabeln noch recht gnädig mit den ehemaligen Vorreitern der schwedischen Melodic Death metal Szene umging. Ich wäre da etwas härter zugegen gewesen. Nunja, sei’s drum. Eine neue Platte, ein neues Glück? Dem geneigten In Flames Fan wird eh nie wieder einer abgehen, da die Band CDs wie „Reroute to remain“, „The jester race“ oder „Colony“ bereits veröffentlicht haben und diese wohl auch so nie wieder hinbekommen werden. Dennoch zeigen die immer wieder beängstigend guten Verkaufs- und Zuschauerzahlen bei den Gigs eindeutig den immer noch extrem hohen Stellenwert der Göteborger, doch der Beweis einer wirklichen Daseinsberechtigung fehlte mir persönlich seit „Soundtrack to your escape“ und dem darauf befindlichen Überhit „The quiet place“ von 2004. Sollte diese eventuell irgendwann einmal wieder kommen? Ja, tut sie, auch wenn Kollege Langhammer erneut einige Tränchen verdrücken musste, so finde ich „Sounds of a playground fading“ völlig gelungen und mit einigen sehr fetten Hits ausgestattet. Der Reihe nach. Als erstes knallt der Sound mehr als ordentlich. Klar, differenziert und mit nem satten Bums reiten die Jungs um Neu/Alt-Zugang Niclas Engelin eine Attacke nach der anderen, wobei wirklich der erste Teil des Albums, vom gleichnamigen Opener, über die erste Singleauskopplung „Deliver us“, bei der ich ein wenig an „Cloud connected“ erinnert wurde, über die beiden eingängigen und mit tollen Refrains ausgestatteten „All for me“ und „The puzzle“ bis hin zu meinen Lieblingssongs „Fear is the weakness“ und „Where the dead ships dwell“ auf klarem Neuner Kurs lag. Allerdings kam dann die wirklich doofe und völlig unnütze Halbballade „The attic“ dazwischen, die allerdings durch den Monstergroover „Darker times“ egalisiert wurde. Danach allerdings wirkt das Album etwas verkrampft und nicht mehr so frisch und die Songs zünden bei weitem nicht mehr so gut. Vielleicht wäre es da vielleicht besser gewesen, statt der schon fast obligatorischen 13 Songs nur 10 aufs Album zu packen, denn ohne „A new dawn“ oder „Liberation“ hätten man hier endlich wieder von einem richtigen Knalleralbum sprechen können. Dennoch will ich nicht zuviel jammern, denn es ist immerhin schon ein Erfolg, dass mir endlich einmal wieder ein In Flames Album gefällt und anspricht, woran ich so nicht mehr geglaubt hatte. „Sounds of a playground fading“ mach an vielen Stellen unglaublich Spaß und knallt mächtig. Andererseits sind auch einige kleine Rohrkrepierer dabei, jedoch nicht mehr in diesen Ausmaßen wie früher. In Flames haben in meinen Augen ein richtig gutes Album vorgelegt und wenn dieses Niveau gehalten werden kann, werde ich mir die Jungs vielleicht auch irgendwann mal wieder anschauen. Respekt. Bewertung: by olaf
|
|||||||||||
Disclaimer | Impressum | Datenschutz © by pommesgabel.de 2003 - 2026 |
|||||||||||