18. Juni 2018


           
Wacken Open Air 2012

 

 

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Bericht

Am: 02.08. - 04.08.2012
Anlass: Wacken Open Air in Wacken (Schleswig-Holstein)
Autoren:
Tino [ts], Ron [rb] & Torsti [tr]

Epilog (Dienstag- Mittwoch)

Kaum ein anderes Festival wird wohl so kontroverse diskutiert, wie das Wacken Open Air (WOA). So geht jedes Jahr aufs neue die Rechtfertigung los, warum man dieses "Mainstream Event" überhaupt noch besucht. Trotz allem sind in unserem Freundeskreis immer noch genügend Leute dabei, die bei der jährlichen Pilgerfahrt in das kleine Dorf in Schleswig Holstein mit dabei sind.
Sicherlich hat sich in den vergangenen Jahren vieles auf dem WOA geändert und aus meiner Sicht, nicht alles zum positiven. Dennoch schaffen es die Veranstalter jedes Jahr wieder, Bands an Land zu ziehen, für die es sich einfach aus meiner Sicht lohnt, nach Wacken zu fahren und wenn man dann noch eine klasse Gruppe im Schlepptau hat, kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen.

Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass es sinnig ist, sich doch recht früh auf den Weg zu machen. So beginnt unser Festivalwochenende bereits am Dienstag Mittag. In den vergangenen Jahren hat es sich eingebürgert, dass sich alle bei uns treffen. Bis die letzten bei uns eingetroffen sind, zeigt das Zeiteisen auch schon wieder Vierzehn Uhr. Zügig macht sich unser Konvoi auf den Weg in das etwa 50 Kilometer entfernte Dorf, daß einmal im Jahr der Nabel der Metalwelt ist. Im Vorwege haben wir uns doch etwas Sorgen um den Zustand des Geländes gemacht. Das Wochenende zuvor waren große Regenmassen über Norddeutschland nieder gegangen und haben dem Wackengelände schwer zugesetzt. Die Veranstalter haben mehrfach darum gebeten, nicht vor Dienstag anzureisen. Natürlich gibt es wie immer einige Unbelehrbare, die es dennoch versuchen. Mit meinem Wohnmobil ist es immer ein Wagnis auf nasse Campingplätze zu fahren. In der Vergangenheit hat mein Mobil schon einige Male am Haken eines Traktors gehangen.

Mit einem mulmigen Gefühl im Hinterkopf geht es dann auf die Wiese. Glücklicherweise ist der Weg ziemlich weit geteert. Zum Zeitpunkt unserer Anreise wurden Park- und Zeltplätze getrennt. Auto an Auto halten auf der Wiese. So auch wir. Nach einiger Zeit wird fast offiziell die Fläche neben uns zur Campingfläche erklärt- naja eigentlich nur von uns selbst. Egal Pavillone und Zelte stehen, Plane zwischen die Autos und fertig ist unser Camp. Bier auf und schon kann das Festival beginnen. So lassen wir ganz entspannt den ersten Abend ausklingen.

Camping auf der grünen Wiese

Der Mittwoch beginnt für mich mit einer Wanderung zur Akkreditierungsstelle am Ortseingang von Wacken. Eine gute halbe Stunde und ich stehe am Ende einer langen Schlange. Weil ich von Natur aus faul bin, habe ich vorweg mit meinem Chef abgeklärt, mich dort mit ihm zu treffen, damit er mich mit dem Auto wieder mit zurück nimmt. Etwa zwei Stunden später, haben wir beide unsere Pässe und Bändchen. Am frühen Nachmittag sind wir dann erschöpft, aber glücklich am Camp angelangt. Nun kann es aber wiklich losgehen. Schönes Wetter vermittelt das passende Urlaubsgefühl.

Mittlerweile tragen die Veranstalter dem früheren Anreiseansturm Rechnung und bieten bereits ab Mittwoch ein nettes Rahmenprogramm an. So spielen sich beispielsweise die Metal Battle Gewinner aus allen teilnehmenden Länder, auf der WET und der Headbangers Stage, die Finger wund. Auch der inzwischen zur Kultfigur mutierte Orgelmann, Mambo Kurt oder die obligatorische Feuerwehrkapelle Wackens, die Firefighters, dürfen auf der Bildfläche nicht fehlen. Fußballtunier, Open Air Metal Kino, Ritterspiele, Highlandgames und Metal Karaoke sind nur einige der angebotenen Zeitvertreibe, für den ersten offiziellen Festivaltag. Wer dann Abends immer noch fit ist, kann sich, die in der einschlägigen Fachpresse abgefeierte Shantiegruppe, Santiano zu Gemüte führen. Auch dieser Abend wird ruhig, mit vielen Freunden am Camp verbracht.


Donnerstag, 02.08.2012

Schon steht der dritte Tag vor der Tür. Wie die Zeit doch vergeht- Wahnsinn. Ein Blick auf die Running Order zeigt schnell, daß es am sinnvollsten wäre, sich zu teilen. Sieben Bühnen zählt der gewillte Metaller inzwischen. Eine gute Neuerung in meinen Augen, ist die Verlegung der Zeltbühne, der WET Stage, neben das Wikingergelände, was das Hauptgelände doch etwas vergrößert. Leider muß man für die größte Zeltbühne der Welt, über das Wikingergelände rüber, was nicht immer einfach ist. Seperate Zugänge wären hier auf jeden Fall von Vorteil.

Das erste interessante Highlight des Tages sind die Brasilianer Sepultura, die sich eine Percussiontruppe, namens Les Tambours Du Bronx, zur Verstärkung mit auf die Bühne genommen haben. Alte und neue Songs kommen in dieser Kombination ziemlich fett und verdammt rhytmisch rüber. Gesonders geil, die Coverversion von The Prodigy´s Megahit "The Firestarter". Im Anschluß kommt dann der ehemalige Accept Fronter Udo Dirkschneider alias U.D.O. auf die Bühne. Die Setlist ist wie immer reichlich mit Accept Klassikern gespiekt. Als besonderes Schmankerl, hat der gute Udo sich einige Freunde wie beispielsweise Doro Pesch, Mr. Lordi und seinen eigenen Sohn, zur Verstärkung mitgebracht.
Weiter geht es mit der britischen Heavy Metal Institution Saxon. Da die Jungs, denk ich zumindest, genügend treue Fans haben, hab ich mir das ganze von unserem Camp aus angehört. Für die meisten geht es im Anschluß dann auf dem Hauptgelände in die heiße Phase. Die Platin-ausgezeichneten Dänen Volbeat stehen diesen Abend als Headliner auf der True Metal Stage. Schon etwas abstrus diese Kombination, aber gut.

Volbeat in Wacken 2012

Für mich heißt es: Auf in die Wackingerwelt. Premiere für mich, den dies ist mein aller erster Besuch auf diesem Gelände. Denn hier steht mein persönliches Highlight, für diesen Tag, auf der Bühne. Als Norddeutscher kann man sich die Altrocker Torfrock einfach nicht entgehen lassen. Spätestens wenn man mit allen Anwesenden auf dem Gelände "Presslufthammer B-B-Bernhard", "Volle Granate, Renate" oder den Werner Hit "Beinhart" mitgröhlt, weiß man, dass man diesen Abend alles richtig gemacht hat. Wie geil, auch wenn leider einige großartige Songs in der Setlist gefehlt haben. Dank des einen oder anderen alkoholischen Getränks, ist dann auch ein selbst zusammen gestelltes und pfeiffend intoniertes Medlays, auf dem Rückweg kein Problem. Frei nach dem Motto: Halb besoffen ist raus geschmissenens Geld, geht jetzt bei uns am Camp ordentlich der Punk ab- wird mir zumindest am nächsten Morgen berichtet... [ts]

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